Rungeliner Maskenlauf begeisterte Tausende

49 Faschingsgruppen mit 1400 Mitwirkenden verzauberten das “närrische” Publikum.
Bludenz Ungefähr 700 Einwohner zählt Rungelin. Am farbenprächtigen Maskenlauf im Bludenzer Stadtteil, bei dem man in früherer Zeit auf Skiern durch das Dorf fuhr, nahmen am Sonntag ungefähr doppelt so viele Leute teil. Organisiert waren sie in 49 Faschingsgruppen. Zunftmeister der im Jahr 1949 gegründeten Funkenzunft Rungelin ist Michael Neyer: “Wir haben das Glück, dass wir ein großer Verein sind mit 80 Mitgliedern ungefähr, aber beim Umzug auf ganz viele Freunde und Helfer angewiesen sind, die uns da unterstützen. Wir hatten bei der Veranstaltung über hundert Leute im Einsatz, die uns halfen bei den Ständen.”

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Was beim Maskenlauf immer ein Highlight ist, das sind die Kindergruppen. Etwa die Kleinkindbetreuung “Bienenwabe”. Oder die Volksschule St. Peter mit 200 Leuten. Der Tanzverein aus “Bürs” kam mit 100 Personen. “Stolzerweise kann man sagen, dass viele Gruppen schon seit Jahrzehnten beim Rungeliner Maskenlauf dabei sind. Ganz klar, die Zünfte rundherum unterstützen sich gegenseitig und besuchen die Veranstaltungen der anderen.” Zudem gibt es viele Privatgruppen, die das Event bereichern. Diese greifen nicht unbedingt ein Thema auf, sondern tragen ein tolles Kostüm und verwenden irgendeinen Spruch. Auch aus dem eigenen Dorf sind Gruppen dabei.

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Viele Alteingesessene
“Der Burki macht immer eine gute Truppe, diesmal mit der Geburtenstation. Die Familien Capelli und Zangerle sind immer mit auf dem Weg und bringen ein gutes Thema. Wir haben viele Alteingesessene, die da mitschwirren”, erzählte der Zunftmeister. An diesem Wochenende macht sich die Funkenzunft Rungelin auf nach Lorüns, “wo eine ganz gute Gruppe etwas für die Kinder im Dorf macht”. Ein Standardprogramm erwartet die Funkenzunft ab dem 13. Februar: Am ersten Tag besuchen sie den “Färle Nachtumzug” in Brand, an den Folgetagen die Fasnatumzüge in Bings (Samstag), Bludenz (Sonntag), Wangen im Allgäu (Montag – ein Fixpunkt der Zunft seit 60 Jahren) und Nüziders (Dienstag).

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Gestartet hat die Funkenzunft Rungelin die diesjährige Fasnatsaison mit einem Kaffeekränzle im Zunftlokal, kurz nach Dreikönig. “Glücklicherweise ist es seit Jahren immer ausverkauft”, sagte Michael Neyer. 80 Damen freuten sich über vergnügliche Stunden. Am Abend waren die Herren dazu eingeladen, wobei deren Anzahl überschaubar blieb”, so Michael Neyer. Herrlich dekoriert hatten das Lokal die Damen von der Funkenzunft. Die Zunft hat laut dem Zunftmeister beim Kaffeekränzle immer ein Motto, das sie ausgibt, und die Besucher kleiden sich dementsprechend.

Funken und “Letzte Drei”
Groß ist die Vorfreude der Rungeliner auf das Funkenwochenende. Am Freitag vor dem Funkensonntag wird die Tanne, die so wie das Funkenholz aus dem Rungeliner Wald geholt wird, gestellt. Die Zünftler spalten das Holz selbst. Der Funkenbau beginnt am Samstag um 9 Uhr. Das Holz wird bis in eine Höhe von acht bis neun Metern aufeinandergeschichtet. Sobald der viereckige Funken fertiggestellt ist, öffnet das Zunftlokal, das bis Sonntagabend durchgehend bewirtschaftet wird. Zur selben Zeit beginnen mehrere Partien des Vereins die Haussammlung. Am Funkensonntag, gleich nach Mittag, bietet die Zunft einen Fackelbaukurs “für Kind und Kegel” an. Angezündet wird der Rungeliner Funken schließlich um ungefähr 19 Uhr. Zum Ausklang des Funkensonntags und der Fasnatsaison lädt die Funkenzunft anschließend zu den “Letzten Drei” ins Zunftlokal. Eine Tanzmusik spielt auf. “Normalerweise ist um Mitternacht dann Schluss. Die Fastenzeit beginnt für uns ‚Narren‘ erst nach dem Funken”, erklärte Michael Neyer. SCO



















