Dornbirn kämpft, Montreux vollendet

VN / 10.02.2026 • 12:43 Uhr
Der RHC Dornbirn hielt lange dagegen, musste sich am Ende aber klar geschlagen geben.
Der RHC Dornbirn hielt lange dagegen, musste sich am Ende aber klar geschlagen geben.Carmen Thurnher

Früher Rückstand und starke Montreux-Phase entscheiden Rollhockey-Spitzenspiel.

Dornbirn Der RHC Dornbirn musste sich am vergangenen Wochenende im Spitzenspiel der Schweizer NLB dem Montreux HC mit 1:5 geschlagen geben. Das Endergebnis fiel klarer aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken widerspiegelte. Vor allem in der Anfangsphase und nach der Pause hielten die Hausherren gut dagegen, scheiterten letztlich aber an der Effizienz und Abgeklärtheit der Gäste aus der Westschweiz.

Intensiver Zweikampf im Spitzenspiel der Schweizer NLB.
Intensiver Zweikampf im Spitzenspiel der Schweizer NLB.

Kalter Start bringt Rückstand

Der Auftakt misslang aus Dornbirner Sicht völlig. Montreux-Kapitän Rui Candeias Cova nutzte die Anfangsminuten eiskalt und stellte mit einem frühen Doppelpack bereits nach nicht einmal drei Minuten auf 0:2. Die Gäste traten von Beginn an mit hohem Tempo und aggressivem Pressing auf und bestimmten zunächst klar das Geschehen. Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, auch weil Dornbirn in dieser Phase kaum zur Entlastung kam. Nach dem frühen Schock benötigten die Dornbirner einige Minuten, um Ordnung in ihr Spiel zu bringen. Mit zunehmender Spieldauer gelang dies jedoch immer besser. Zwei Pfostenschüsse sorgten erstmals für Gefahr, auch defensiv stabilisierten sich die Hausherren zusehends. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Kilian Jochum überstand Dornbirn unbeschadet, jene gegen Ronan Ricaille hatte hingegen Folgen.

Die Hausherren fanden nach frühem Rückstand besser ins Spiel.
Die Hausherren fanden nach frühem Rückstand besser ins Spiel.

Anschluss per Powerplay

Im Überzahlspiel brachte Victor Wally seine Farben nach 16 Minuten mit dem Treffer zum 1:2 wieder heran. Kurz darauf bot sich sogar die Möglichkeit auf den Ausgleich: Nach einer weiteren blauen Karte gegen Benoit Belle lag der Treffer in der Luft, doch Montreux-Torhüter Enrique Cruz behielt im direkten Duell mit Kilian Hagspiel die Oberhand. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie etwas an Intensität. Beide Teams agierten kontrollierter und waren bemüht, keine Fehler zu machen. Dornbirn versuchte weiterhin, die kompakte Defensive der Waadtländer zu knacken, doch entweder fehlte der letzte Pass oder Cruz war Endstation. Montreux ließ den Ball sicher laufen und präsentierte sich spielerisch einen Tick reifer.

Montreux agierte abgeklärt und nutzte seine Chancen konsequent.
Montreux agierte abgeklärt und nutzte seine Chancen konsequent.

Vorentscheidung in kurzer Phase

Torhüter Aron Sohm, der den verletzten Abraao Gomes Da Silva vertrat, parierte zunächst zwei direkte Freistöße stark. Beim dritten Anlauf war er jedoch machtlos: Benoit Belle verwertete einen Nachschuss zum 1:3. Nur eine Minute später sorgte derselbe Akteur mit dem 1:4 sieben Minuten vor Spielende für die Vorentscheidung. Die Kräfte der Hausherren schwanden, auch mental war keine Wende mehr möglich.

Trotz Niederlage zeigte Dornbirn über weite Strecken Moral.
Trotz Niederlage zeigte Dornbirn über weite Strecken Moral.

Keine Wende mehr möglich

Eine rote Karte gegen Belle drei Minuten vor Schluss brachte keine neue Spannung mehr. Nach einer weiteren Zeitstrafe setzte Montreux mit dem Treffer zum 1:5 den Schlusspunkt. Trotz der Niederlage sahen die Zuschauer ein attraktives und lange offenes Spiel. Montreux präsentierte sich in starker Form, äußerst abgeklärt und absolut NLA-würdig. In dieser Verfassung dürfte der Klub in den Play-offs – unabhängig vom Gegner – nur schwer zu bezwingen sein. cth

In den entscheidenden Momenten war Montreux einen Schritt schneller.
In den entscheidenden Momenten war Montreux einen Schritt schneller.
Dornbirn suchte Lösungen gegen die kompakte Defensive der Gäste.
Dornbirn suchte Lösungen gegen die kompakte Defensive der Gäste.
Der frühe Rückstand wog am Ende zu schwer.
Der frühe Rückstand wog am Ende zu schwer.
In den entscheidenden Momenten war Montreux einen Schritt schneller.
In den entscheidenden Momenten war Montreux einen Schritt schneller.
Nach der Pause agierten beide Teams kontrollierter.
Nach der Pause agierten beide Teams kontrollierter.
Am Ende mussten sich Dornbirns Rollhockey-Cracks geschlagen geben.
Am Ende mussten sich Dornbirns Rollhockey-Cracks geschlagen geben.