Menschenrechte rücken im Spielboden in den Fokus

VN / 13.02.2026 • 17:04 Uhr
(Bild: Spielboden) Das Human Vision Filmfestival findet vom 7. bis 15. März am Spielboden Dornbirn statt und widmet sich aktuellen Fragen rund um Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Das Human Vision Filmfestival findet vom 7. bis 15. März am Spielboden Dornbirn statt und widmet sich aktuellen Fragen rund um Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt.Spielboden

Human Vision Filmfestival feiert Jubiläum am Spielboden.

Dornbirn Vom Samstag, 7., bis Sonntag, 15. März feiert das Human Vision Filmfestival am Spielboden Dornbirn sein zehnjähriges Bestehen. Was 2016 als überschaubares Menschenrechtsfilmfestival begonnen hat, ist mittlerweile zu einer festen Größe im regionalen Kulturkalender geworden. Auch zum Jubiläum bleibt sich das Festival treu: “Im Mittelpunkt stehen Menschen, ihre Lebensrealitäten und die Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt unter zunehmend komplexen Bedingungen gelingen kann”, erklärt Michael Fritz vom Spielboden-Team.

Das Programm setzt auf dokumentarische wie fiktionale Zugänge und greift aktuelle politische, soziale und ökologische Themen auf. Gezeigt werden internationale Produktionen ebenso wie Filme mit starkem regionalem Bezug. Eröffnet wird das Festival mit dem Dokumentarfilm “Wise Women”, der fünf Hebammen in unterschiedlichen Kulturen begleitet und den Blick auf Geburt, Fürsorge und Verantwortung lenkt. Zum Auftakt gehört auch der Vision Bāzār, der den Spielboden am Samstagnachmittag in einen offenen Begegnungsraum mit Marktständen, Initiativen und Kunst verwandelt.

Filme als Ausgangspunkt für Debatten

Zu den prominenteren Beiträgen zählt die viel diskutierte Dokumentation “Ein Tag ohne Frauen”, die an den historischen Frauenstreik in Island 1975 erinnert. Auch aktuelle Konflikte werden thematisiert: “2000 Meters to Andriivka” beleuchtet den Krieg in der Ukraine aus der Perspektive ukrainischer Soldaten und wird von einem Gespräch über Medien, Propaganda und Informationssicherheit begleitet. Mit “Austroschwarz” rückt der Musiker und Filmemacher Mwita Mataro Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Sichtbarkeit in Österreich in den Fokus.

Dokumentar- und Spielfilme aus unterschiedlichen Ländern stehen beim Human Vision Filmfestival im Mittelpunkt.
Dokumentar- und Spielfilme aus unterschiedlichen Ländern stehen beim Human Vision Filmfestival im Mittelpunkt.

“Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer auf globalen Verflechtungen”, erklärt Fritz. Der Dokumentarfilm “Stoff – Ein Spitzengeschäft” zeichnet koloniale Kontinuitäten der Textilindustrie nach und schlägt dabei eine direkte Brücke nach Vorarlberg. Ergänzt wird das Filmprogramm durch Kinder- und Familienfilme sowie durch Produktionen, die sich mit Umwelt- und Klimathemen auseinandersetzen.

Mehr als Kino

Begleitend zu den Filmvorführungen bietet das Festival ein Rahmenprogramm mit Workshops, Ausstellungen, Gesprächen und Partys. Dazu zählen etwa eine Fotoausstellung ukrainischer Kriegsfotografen, ein mehrtägiges Weltklimaspiel oder Gesangsworkshops mit der Musikerin Ida Kelarová. Mehrere Veranstaltungen sind bei freiem Eintritt zugänglich und richten sich ausdrücklich auch an junge Menschen und Familien.

“Das Human Vision Filmfestival versteht sich damit weniger als reines Kinoformat denn als Ort des Austauschs. Filme dienen als Ausgangspunkt für Diskussionen, Begegnungen und gemeinsames Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung – wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher”, so Fritz. Das gesamte Programm und alle Infos zu den verschiedenen Veranstaltungen unter www.spielboden.at. cth

Menschen und ihre Lebensrealitäten stehen im Fokus des Filmfestivals.
Menschen und ihre Lebensrealitäten stehen im Fokus des Filmfestivals.