“Nach der Heim-WM ist Schluss”

Sport / 13.02.2026 • 16:44 Uhr
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Erst am Samstag fällt die Entscheidung, ob Alessandro Hämmerle auch im Mixedbewerb am Sonntag starten wird. gepa

Der gesundheitlich weiter angeschlagene Olympiasieger verspürt nach zweitem Gold vor allem „Dankbarkeit“.

Livigno Unter dem tosenden Applaus und Tränen der Freude von Familien, Freunden und Fanclubs initiierte Teamkollege Lukas Pachner ein mehrfaches Zicke Zacke. Danach huschten Snowboardcross-Olympiasieger Alessandro “Izzi” Hämmerle und Bronzemedaillengewinner Jakob Dusek durch das Blitzlichtgewitter und setzten ihren Interviewmarathon fort. Mit der abfallenden Spannung bemerkte der erkältete Hämmerle dann die Strapazen der letzten Tage. “Ein bisschen feiern werden wir noch, aber ich merke es jetzt brutal, das Bett ruft.”

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Nicht zuletzt deshalb steht hinter Hämmerles Einsatz im Mixed-Bewerb am Sonntag mit Pia Zerkhold, die am Freitag im Einzel Platz fünf belegte, noch ein Fragezeichen. “Normalerweise machen wir es immer so, dass der Beste vom Einzel auch das Mixed fährt. Grundsätzlich würde ich gern noch das Rennen mit Pia fahren. Aber ich muss schauen, wie ich beieinander bin. Wenn ich merke, ich bin total krank, dann ist mit dem Jakob ein super Mann am Start”, sagte Hämmerle. Zumal ja im März noch drei Weltcupstationen auf dem Programm stehen. Darunter auch der Heimweltcup und damit die WM-Generalprobe im Montafon (13. bis 15. März). All das will der aktuell weltbeste Snowboardcrosser natürlich mitnehmen.

"Nach der Heim-WM ist Schluss"

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Bewerbung für den Opernball

Damit rechnete angesprochener Jakob Dusek vorerst nicht. Beim Niederösterreicher regierte nach dessen erster Olympia-Medaille die Feierlaune. “Ich gehe davon aus, dass ich am Sonntag nicht am Start stehe. Das werde ich ausnutzen”, kündigte Dusek an. Im feinen Zwirn nahm er am Donnerstag den “Bewerb nach dem Bewerb” in Angriff. “Heute gibt es was zu feiern, dafür sollte man sich schön anziehen. Außerdem ist heute der Opernball. Ich habe mir gedacht, da muss ich mich in Schale werfen, vielleicht kommt einmal eine Einladung.” Österreichs über Jahre hinweg so erfolgreiche Snowboardcrosser erlebten die Wiederholung des Olympia-Coups, aber auch eine Premiere. Denn nach einigen gemeinsamen Finali bei Großevents, in denen entweder Hämmerle oder Ex-WM Dusek leer ausgingen, holten beide erstmals auch in einem Rennen jeweils eine Medaille.

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Hämmerle darf sich nun doppelter Olympiasieger nennen und empfindet große Dankbarkeit. “Es sackt ein bisschen, ist aber weit weg von real”, meinte der 32-Jährige gut vier Stunden nach seinem Sieg. “Es ist um vieles geiler als vor vier Jahren, weil ich den Moment mit meinen Leuten teilen konnte.”

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“Es wäre der perfekte Zeitpunkt, um aufzuhören”, sinnierte “Izzi”, um dann gleich darauf zu sagen: “Die Heim-WM nehme ich sicher noch mit!” Zumindest ein Jahr will der dreifache Cross-Gesamtweltcupsieger Hämmerle noch fahren. 2027 steht die WM im Montafon auf dem Programm. Es seien “ziemlich sicher” seine letzten Olympischen Winterspiele, sagte Hämmerle. “Es ist immer schwer, ein Ultimatum zu setzen, aber eigentlich ist der Plan, dass ich nach der Heim-WM den Hut draufhaue.” So lange zu fahren, wie beispielsweise sein Semifinalgegner Nick Baumgartner (44), kann sich der 32-Jährige nicht vorstellen. “Die Frequenz, der Input und die Ansprüche, die ich an mich selbst habe, sind zu hoch. Langsam möchte ich einen Fuß in das Leben nach der Sportkarriere setzen und schauen, was dort passiert.”

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Heim-WM, dann ist wohl Schluss

Konkrete Pläne für die zweite Karriere hat Hämmerle, der 2021 ein Fernstudium mit einem Master of Business Administration (MBA) abgeschlossen hat, noch nicht. “Ich denke, es werden einige Türen offenstehen. Vielleicht bleibe ich auch dem Sport verbunden, aber ich habe es mir wirklich noch völlig offengelassen, weil der volle Fokus auf Olympia lag.”