14-Jähriger schickte 13-Jährigen zum Einbruch

Junger Ukrainer fällt nicht zum ersten Mal strafrechtlich auf.
Feldkirch Auch wer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, kennt offenbar Österreichs Strafgesetze ziemlich genau. Auch der gerade mal strafmündige, also 14 Jahre alt gewordene Ukrainer, der noch zur Schule geht. Im Juni dieses Jahres wurde ein Automat neben einer Bregenzer Trafik im Vorkloster aufgebrochen und einiges an Tabakwaren daraus gestohlen. Fünf Videokameras sind angebracht.
Dennoch wurden die Scheiben des Automaten zertrümmert. Der Täter, ein 13-jähriger Ukrainer, der – und das erwies sich als ein für ihn äußerst willkommener Umstand – noch nicht strafmündig ist. Angestiftet von dem 14-jährigen, nun am Landesgericht Feldkirch angeklagten Jugendlichen. Denn der wusste genau, dass seinem Kumpel, den er vom Jugendtreff kennt, nichts passieren kann.
Red Bull als Beweis
Der 14-Jährige ist längst amtsbekannt. Immer wieder sorgt er für Ärger. Einen Tag vor der Verhandlung war der Teenager schon wieder bei einer polizeilichen Einvernahme. Um was es dort ging, wollte er weder seiner Oma noch seinem Verteidiger Danijel Nikolic verraten. Die beiden Buben klauten aus dem Automaten Zigaretten, Red Bull und sonst noch einiges. Der 14-Jährige ließ seine leergetrunkene Red-Bull-Dose als Müll zurück und zu seinem Pech konnte er anhand seiner DNA als Verdächtiger ausgeforscht werden. Er verriet, dass der 13-Jährige die Scheibe aus Sicherheitsglas mit einem Hammer zertrümmert und somit den Schaden von 940 Euro verursacht hatte. Insgesamt meldete der Automatenbetreiber der Versicherung einen Schaden von 1400 Euro. Gestohlen wurden Tabakwaren und diverse Getränke.
Revanche am Komplizen
Daraufhin rächte sich der Jüngere und gestand, dass sein Kumpel ihn angestiftet hatte. Der 13-Jährige selbst ist auch kein unbeschriebenes Blatt, auch wenn er noch nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. Beschädigungen auf einer Skater-Bahn, Schlägereien, Vandalismus in Zug und am Bahnhof in Dornbirn.
Der 14-Jährige fasst nun seine erste Verurteilung aus, bislang nutzte er jedes Schlupfloch des Jugendstrafrechtes. Nun wird der Teenager 360 Euro Geldstrafe und weitere 360 Euro auf Bewährung verurteilt. „Wenn das so weiter geht, landen Sie irgendwann im Gefängnis“, gibt ihm Richterin Sabrina Tagwercher auf den Weg und auch Verteidiger Danijel Nikolic erklärt seinem Mandanten den Ernst der Lage. Das Urteil ist rechtskräftig.