Unglück am Sonnenkopf: “Lawine hat ihn unter sich begraben”

Deutscher war mit seinem Sohn im freien Skiraum unterwegs, als das Unglück am Mittwochvormittag geschah.
Klösterle Der Alarm ging am Mittwoch um 11 Uhr vormittags bei der Bergrettung Klösterle ein. Deren Ortstellenleiter Fabian Zudrell, der zugleich Betriebsleiter der Sonnenkopfbahn ist, fungierte sofort als Einsatzleiter. Gemeinsam mit den Bergrettungen Klösterle und Dalaas begaben sich die Einsatzkräfte zur Stelle des Lawinenabgangs außerhalb der Skipiste vom Sonnenkopf.
Auf Schneewächte getreten
Das Unglück geschah im freien Skiraum. Bei einer Lawinenwarnstufe vier von fünf. Zudrell zu den Details: „Der Verunglückte war mit seinem Sohn auf einer Skitour unterwegs. Dabei trat er auf eine Schneewächte und löste die Lawine aus, die ihn unter sich begrub. Wir waren nur wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort. Während der Sohn in der Nähe zusah, begannen wir mit den Sondierungen. Nach etwa fünfzig Minuten konnten wir den Körper ausmachen und dann innerhalb von zehn Minuten frei graben. Doch trotz aller Reanimationsversuchen kam jede Hilfe zu spät.“
Ohne LVS unterwegs
Bei dem Toten handelt es sich um einen deutschen Skitouristen. Am Einsatz beteiligte sich auf der Polizeihubschrauber Libelle, der sich gerade in der Nähe befand, mit zwei Suchhundeführern.
„Neben 15 bis 20 Bergrettern war auch noch eine doppelte Anzahl von freiwilligen Helfern vor Ort. Wie wir feststellten, war der Verunglückte ohne Lawinenverschüttetensuchgerät unterwegs gewesen“, schildert Zudrell.