Funkensonntag wichtig für die 300-Seelen-Gemeinde

Heimat / 23.02.2026 • 16:38 Uhr
Willi Schnetzer, Vinzent Schneider, Fritz
Willi Schnetzer, Vinzent Schneider, Fritz “Fuchsi” Fuchsberger und Bernd Batlogg sorgten für das leibliche Wohl der Funkenbesucher in Lorüns.Gerhard Scopoli

Wenn in Lorüns das Funkenbrauchtum gefeiert wird, kommt die Dorfgemeinschaft zusammen.

Lorüns “Go tuats nur metnand” heißt es auf der Homepage der Funkenzunft Lorüns. “Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr”, lautet das Motto der Feuerwehr. Der Zunftmeister der Funkenzunft Lorüns, Franz Marte, war zehn Minuten vor dem Gespräch am Lorünser Funkenplatz von einem Feuerwehreinsatz in einer Nachbargemeinde zurückgekehrt.

Funkensonntag wichtig für die 300-Seelen-Gemeinde
“Trätzfunka” der Kinder.

Zunftmeister sei er schon zum dritten Mal. Meistens, wenn es eng geworden sei für den Verein, sei meistens er derjenige gewesen, der gesagt habe, dass ein Ende des Vereins für ihn überhaupt nicht in Frage komme und er bereit sei, weiterzumachen. Letztmals habe es vor zwei Jahren “gekriselt”. Doch jetzt sei alles bestens – er habe 30 Leute in der Zunft. Für den Funken werde im Ort immer Holz verwendet, das schon zwei Jahre trocken ist. Gearbeitet werde immer zwei Funken im Voraus. Die Tanne befinde sich stets etwa einen halben Meter tief im Boden. Bis zu den Ästen habe sie heuer eine Höhe von 14 Metern gehabt. Die Holzscheite seien zehn Meter hoch aufeinandergeschichtet worden. Der ganze Funken dürfte eine Höhe von mindestens 18 Metern gehabt haben. Die Tanne sei am Freitagnachmittag aufgestellt worden. Ein Zunftkollege, der einen Traktor habe mit einem Kran, habe die Tanne gestellt. Nachdem die letzten Holzscheite aufeinandergeschichtet waren, sei die Funkenhexe dort oben platziert worden. Geschaffen habe die Funkenhexe Angelika Schnetzer. Den “Trätzfunka” hätten die Lorünser Kinder gebaut. Die Hexe dafür hätten die Kinder gemeinsam mit ihren Müttern hergestellt. Am Samstagnachmittag habe sich Reinhard Batlogg Zeit genommen, um mit den Kindern Fackeln zu bauen. Mindestens 15 Fackeln seien gebastelt worden.

Angelika Schnetzer und Angelika Marte versüßten der Funkenzunft Lorüns und den Besuchern den Funkensonntag mit
Angelika Schnetzer und Angelika Marte versüßten der Funkenzunft Lorüns und den Besuchern den Funkensonntag mit “Funkaküachli”.

Reinhard Batlogg, der sich seit 65 bis 70 Jahren für das Funkenbrauchtum in Lorüns engagiert, erzählte: “Wir hatten in Lorüns schon allerhand Situationen, was das Wetter anbelangt. Es gab Jahre, da war es föhnig und wir hatten fast 20 Grad Celsius. Einmal hatten wir einen Frühschoppen heraussen im Freien mit dem Steinwand Echo aus Vandans.” Außerdem habe es Jahre gegeben, in denen der Schnee mit dem Radlader geräumt werden musste. Spektakuläre Sachen habe man in Lorüns aber nie gemacht. Im letzten Jahr hat man den Lorünsern in der Nacht die Funkenhexe gestohlen. SCO

Stehend: Janik Fuchsberger, Zunftmeister Franz Marte, Simon Batlogg, Nils Caluori, Robin Walter; kniend: Fritz Fuchsberger und Reinhard Batlogg.
Stehend: Janik Fuchsberger, Zunftmeister Franz Marte, Simon Batlogg, Nils Caluori, Robin Walter; kniend: Fritz Fuchsberger und Reinhard Batlogg.
Die Vorfreude auf das Funkenabbrennen am Abend war schon in den Nachmittagsstunden groß.
Die Vorfreude auf das Funkenabbrennen am Abend war schon in den Nachmittagsstunden groß.
Funkensonntag wichtig für die 300-Seelen-Gemeinde
“Trätzfunka” der Kinder
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns
Funken in Lorüns