Eine neue Bahn für Schröcken? Naturschutz gibt grünes Licht

Die erste Hürde ist genommen. Richtungsentscheidung soll noch heuer fallen. So viel kostet die Dorfbahn.
Schröcken Bekommt Schröcken bald eine direkte Anbindung an das Skigebiet? Das Projekt Dorfbahn steht in der Tannberggemeinde seit gut 50 Jahren auf der Agenda. Im Vorjahr unternahmen die Skilifte Schröcken Strolz einen erneuten Anlauf und beantragten bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) die Bewilligung nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung. „Entweder ist die Umsetzung jetzt vom Natur- und Landschaftsschutz aus, aber auch von der Finanzierung her möglich, ansonsten werden wir das Projekt endgültig auf die Seite legen müssen“, sagte Bürgermeister Stephan Schwarzmann, der auch Sprecher des Dorfbahn-Projekts ist, damals gegenüber den VN an.

Einer der beiden Knackpunkte konnte inzwischen geklärt werden: Laut Schwarzmann liegt ein positiver Naturschutzbescheid vor. Auch die Kosten sind bekannt. Veranschlagt sind demnach 21 Millionen Euro. Offen bleibt die Finanzierung. “Wir sind in Gesprächen mit den verschiedenen Gesellschaftern. Es wird auch einen Beitrag der Gemeinde und Beiträge der größeren Hotels im Dorf geben müssen“, erläutert der Bürgermeister, der davon ausgeht, “dass im Laufe des Jahres die Grundsatzentscheidungen vorliegen und dann effektiv entschieden werden kann, ob es die Dorfbahn geben wird.”


Geplant ist eine knapp 1700 Meter lange 10er-Kabinen-Umlaufbahn vom Schröckener Zentrum bis auf den Falkenkopf mit jeweils einem Restaurant an der Berg- und der Talstation. Derzeit gibt es lediglich eine Talabfahrt ins Dorf. Der nächste Einstieg in das Skigebiet ist am Saloberkopf möglich.