Pioneers mit Niederlage in den Urlaub

Der letzte Puck fiel auch für Daniel Woger, der seine Profikarriere beendete.
Feldkirch Für die Pioneers fiel der letzte Vorhang dieser Saison mit einer weiteren Niederlage. Es war die neunte in Folge und die insgesamt 35. Im Heimspiel gegen Bozen zogen die Feldkircher am Sonntagabend mit 1:4 den Kürzeren. Der Abend in der Vorarlberghalle stand jedoch ganz im Zeichen des emotionalen Abschieds von Routinier Daniel Woger, der offiziell seine Profikarriere beendete.
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Bozen zu abgebrüht
Die Gäste aus Südtirol traten clever auf und ließen den Hausherren nur wenige Chancen, zum Abschluss noch ein Erfolgserlebnis zu erzielen. Lediglich Luca Erne erzielte im Mitteldrittel einen Treffer. Mit dem Schlusspfiff endete für die Montfortstädter das vierte Jahr in der höchsten Spielklasse. Zum bereits dritten Mal verpassten sie den Sprung in die Playoffs. In 48 Spielen gelangen dem Vorletzten lediglich 13 Siege. Somit fehlten am Ende 20 Zähler auf den zehnten Platz und damit das angepeilte Saisonziel.
Vorarlberger Dauerbrenner
Das sportliche Geschehen rückte angesichts der Personalie Woger rasch in den Hintergrund. Der Stürmer hängt seine Schlittschuhe nach einer langen Laufbahn an den Nagel. In den vergangenen knapp zwei Jahrzehnten entwickelte er sich zu einem echten Dauerbrenner: Woger lief für zahlreiche Vereine – darunter Innsbruck, Graz, Linz, Wien, Dornbirn und zuletzt Feldkirch – auf und absolvierte 749 Spiele im heimischen Oberhaus. „Das ist nur eine Zahl, ich bin froh, dass ich so eine Karriere hinlegen konnte“, sagte Woger. Für die Pioneers stand der Stürmer in den vergangenen drei Jahren in 100 Partien auf dem Eis, erzielte dabei 23 Treffer und bereitete 27 vor.
Verletzungspech im finalen Jahr
Ein bitterer Beigeschmack bleibt, wenn man auf das letzte Jahr zurückblickt: Woger verletzte sich bereits Ende November und bestritt in dieser Saison lediglich 22 Matches. „Das war dann der letzte Punkt, der mich zu diesem Abschied bewogen hat“, erklärte der 38-Jährige. Dem Eishockeysport möchte der gebürtige Dornbirner jedoch nicht ganz den Rücken zuwenden. „Jetzt brauche ich zwar erst einmal Abstand, aber ich kann mir gut vorstellen, im Nachwuchsbereich oder anderswo mitzuhelfen.“ Auch ein Auflaufen in einer anderen Vorarlberg-Liga schloss Woger nicht ganz aus.
