Zündschnurs Wieborsito emanzipiert sich

“Girly-Trio” der Kultformation tritt am Sonntag, 8. März, in der Krone Hittisau solo auf.
Hittisau Sie feiern den Weltfrauentag auf ihre ganz spezielle Art und Weise: Evelyn Fink-Mennel, Isabella Fink, Irma-Maria Troy – in dieser Dreisamkeit als Zündschnurs Wieborsito bekannt – emanzipieren sich und treten als solche am Sonntag, 11.30 Uhr, in der Hittisauer Krone solo auf. Nach dem Motto “Was d’Mä könnend, könnend meor scho lang” begleiten sie ein feines Mittagsmenü musikalisch. Bekanntlich hatten Hanskaspas Enkel im September des Vorjahrs alleine ihre Tour gestartet – ebenfalls als musikalische Begleitung eines Krone-Menüs.

Wollen in nichts nachstehen
Ihr Anspruch ist klar: “Wir wollen Hanskaspas Enkeln in nichts nachstehen.” Mit gediegener Musik, Gesang und feinem Humor wollen die drei Musikerinnen den Gästen den kulinarischen Genuss aus der Krone-Küche verfeinern – mit ihren Stimmen, Geigen, Violoncello, Gitarre, Mandoline, indischem Harmonium und was sie sonst noch an Instrumenten im Gepäck haben. Was immer sie auspacken werden – sie haben es nicht nur gelernt und von klein auf mit Begeisterung gespielt, sie haben es später sogar studiert, in verschiedenen Formationen praktiziert und heute unterrichten sie es.

Von theologischer Bedeutung
Den Namen Wieborsito will Ulli Troy keineswegs despektierlich sehen: Als die drei 2014 erstmals bei Zündschnur & Bänd auf die Bühne kamen und auf der linken Seite Aufstellung nahmen, meinte eine Stimme aus dem Publikum: “As ischt wia i d’r Kilcho – d’Wiebor of’r linka Sito …” Worauf Evelyn trocken reagierte: “Dänn sind mir halt d’Wieborsito.” Und Ulli Troy hat den Faden noch weitergesponnen und der Namensgebung eine “tiefere theologische Bedeutung” beigemessen.

Nicht nur auf der Wieborsito
Musik machen Evelyn, Isabella und Irma-Maria aber nicht nur als Wieborsito. “Wir sind etwa auch zwei Drittel Hausmusik Fink (Evelyn, Isabella), oder beide Hälften On Selvä (Isabella, Irma) oder zwei Neuntel Messis Cellogruppe (Evelyn, Irma), um nur drei Beispiele zu nennen”, schmunzelt Evelyn, die sich schon 1991 zu Stemmeisen & Zündschnur gesellte. Ab 2006 war auch Isabella dabei und Irma-Maria komplettierte 2014 Zündschnurs Wieborsito, die bis zum Ende von Zündschnur & Bänd 2017 die drei Mä begleitete.

Kreis schließt und öffnet sich
Bei der Egg-Andelsbuch-reTour schloss sich der Kreis – d’Wieborsito gesellte sich wieder zu Ullis neuer Formation mit seinen beiden Cousins Rich und Jos, vulgo Hanskaspas Enkel, und begeisterte in dieser Formation das Publikum. Inzwischen hat sich der Kreis wieder geöffnet – die Enkel-Truppe feierte mit Monsignore Rudl Bischof in einem neuen Format einen durchschlagenden Erfolg, für den spontan gleich mehrere Wiederholungen fixiert wurden – unter anderem am 11. und 12. März im Kloster Bezau.

Ohne Ulli geht’s nicht
Wieborsito hin, Frauentag her – ohne Ulli Troy geht es beim Auftritt der Girly-Band dann doch nicht: “Fast allen Liedern, die wir am Sonntag in der Hittisauer Krone zum Besten geben, hat Ulli seinen Stempel aufgedrückt”, verrät Evelyn und zählt auf, was das Publikum am Sonntag erwarten darf: Amerikanische Jodler, die Ulli eingewäldert hat – aus “Will there be any yodelling in heaven?” wurde beispielsweise “Tuat ma dum im Himmol ou jodlo?” Oder den Klassiker “Die Waringer in Gsiberg”, die “Strip Polka” und “Wieviel Mä ma ma”. Texte von Ullis Onkel Vettor Kaschpa sind ebenso dabei wie Vertonungen von Gerold Amann oder Rolf Aberer. Andererseits haben Evelyn, Isabella und Irma-Maria Troy keinen Grund, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen und haben selbstverständlich die eine oder andere Überraschung vorbereitet. STP








