Deshalb verhindert Gelb-Rot ein besonderes Jubiläum von Benedikt Zech

Sport / 09.03.2026 • 16:45 Uhr
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Für Benedikt Zech war sein erst dritter Ausschluss in 249 Pflichtspielen für den SCR Altach ein besonders schmerzhafter, weil auch kaum nachvollziehbar. gepa

Das Startspiel in der Abstiegsgruppe ist Altachs 500. Partie in 15 Saisonen Fußball-Bundesliga.

Altach Es war angerichtet, die Planungen sind schon am Laufen – und jetzt machte ausgerechnet das Überreagieren des Schiedsrichters diesen einen Strich durch die Rechnung. Als Stefan Ebner schon nach zwei Minuten die Gelbe Karte gegen Benedikt Zech in die Höhe hielt, war klar, dass Altachs schnellster Verteidiger bei der Spielweise von Sturm mit vielen Bällen in die Tiefe in weiterer Folge wohl etwas mit angezogener Handbremse spielen wird. So auch beim verlorenen Zweikampf gegen Seedy Jatta – und der Sturm-Spieler nutzte den Moment zur Vorlage des ersten Grazer Treffers.

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Benedikt Zech kann die Entscheidung für die erste Gelbe Karte nach zwei Minuten nicht nachvollziehen. gepa

“Sicherlich eine harte Entscheidung”, meinte danach auch SCRA-Cheftrainer Ognjen Zaric. Zumal der Ausschluss auch den geplanten Doppelwechsel (“Damit wollte ich nochmals für neuen Schwung sorgen”) verhinderte. Damit muss er ausgerechnet im ersten Spiel der Qualifikationsgruppe den Abwehrverbund erstmals verändern. Mit Zech fehlt ihm der Chef und sprintstarke Mann in der Verteidigung. Für den 35-jährigen Spieler ist die Sperre doppelt bitter, hätte der ehemalige Polen-Legionär doch seinen 250. Auftritt im SCRA-Dress gefeiert – und das vor Heimpublikum. Jetzt wird dieser emotionale Moment wohl eine Woche später beim Wolfsberger AC im Lavanttal passieren.

Deshalb verhindert Gelb-Rot ein besonderes Jubiläum von Benedikt Zech
SCRA-Cheftrainer Ognjen Zaric blieb ruhig. gepa

In Linz beginnt’s

Das Heimspiel gegen BW Linz ist aus Sicht des SCR Altach nicht nur sportlich von großer Bedeutung. Ein Sieg gegen das Tabellenschlusslicht würde im Kampf um den Klassenerhalt für etwas Entspannung sorgen und zudem das Jubiläum aufwerten. Denn die Altacher begehen am Samstag das 500. Spiel in der höchsten Fußballliga in Österreich und passend dazu wäre ein voller Erfolg der 140. Sieg in der Vereinsgeschichte.

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Die 15. Bundesligasaison des Clubs aus dem Rheindorf bringt zudem den achten Auftritt der Mannschaft in der Qualifikationsrunde mit Punkteteilung. Dies wird sich mit nächster Saison ändern. Auch zur Freude von Zaric, der, darauf angesprochen, meinte: “Die Punkteteilung finde ich nicht gut. Ich bin froh, dass sie im Sommer weg ist.” Dabei hatte man gerade in Altach in vergangenen Meisterschaftsjahren davon profitiert.

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Für den zuletzt in der Schweiz (FC Winterthur) arbeitenden Coach ändert das Nicht-Erreichen der Meisterrunde nichts an der Herangehensweise. “Das haben wir nicht in Graz verspielt”, sagte er und betonte mehrmals, stolz auf die Leistung der Mannschaft und deren Homogenität zu sein. “Die Ausgangslage war schwierig. Mit Sturm, Austria Wien, Rapid und Salzburg spielen gleich vier unserer Frühjahrsgegner um den Titel.” Und so ändert auch an der Zielsetzung, die während der Vorbereitungszeit ausgearbeitet wurde, nichts. “Wir wollen in der Liga bleiben und im Cup Geschichte schreiben”, hieß es damals. Beide gesteckten Ziele sind weiterhin umsetzbar. Und so drückt Zaric seinen Stolz auf die Mannschaft in folgenden Worten aus: “Ohne etwas kleinreden zu wollen. Aber wir wissen schon, woher wir kommen und wohin wir wollen.”