Vorarlbergerin in ZDF-Serie “Mordufer” “Angefangen hat alles mit einem Facebook-Post”

Sandra Aberer spielt in der neuen ZDF-Krimiserie “Mordufer” mit. Die Vorarlbergerin hat den VN verraten, wie so ein Film gedreht wird und welche Rolle sie selbst darin abdeckt.
Darum geht’s:
- Neue ZDF-Krimiserie im Bodenseeraum gedreht.
- Sandra Aberer spielt eine Bäuerin.
- Folge im ZDF-Stream seit 27. Februar verfügbar.
Schwarzach Die neue ZDF-Krimiserie “Mordufer” spielt in der schönen Bodenseeregion. In der Folge “Kurzes Glück”, welche am Freitag, den 13.Februar 2026, in der Prime Time zu sehen ist, wird am Grund des Bodensees ein Fass entdeckt. Darin steckt eine Leiche. Die Ermittlerinnen Doro Beitinger und Chiara Locatelli nehmen die Spur auf. So viel zum Inhalt.

Sandra Aberer steht auf einem Hof in Salem. Arbeitsjacke, robuste Schuhe, keine schönen Hände. In der Maske hat man ihr die Fingernägel schief geschnitten – “So wie bei einer, die richtig zupackt”, sagt die Vorarlbergerin lachend. Vor ihr stehen zwei Kriminalkommissarinnen. Hinter ihr Kameras, Tonangel und der Regisseur.
Alles begann mit einem simplen Facebook-Post
“Ich hab einfach frech geschrieben”, erzählt Sandra Aberer. Sie wohne doch im Bodenseeraum, falls man noch kleinere Rollen brauche, wäre sie zu haben. Am nächsten Tag kam die Antwort: “Schick uns Bilder.” Und seither ist sie mit im Boot. Sandra spielt eine Bäuerin, eine richtige Schafferin, eine Frau, die keine Zeit für langes Gerede hat – aber etwas Wichtiges weiß.

“Ich habe gar nicht gewusst, wen ich spiele”, sagt sie. Beim Dreh bekommt man nur die eigene Szene, nicht das ganze Drehbuch. Erst die Kostümabteilung gibt Hinweise: Arbeitskleidung, Hofszene, dreckige Hände.

Die Filmfigur entsteht im Kopf
“Ich hab mir selbst einen Background gebaut. Könnte es eine große Familie sein mit viel Arbeit oder muss ich einfach anpacken?”, berichtet die Vorarlbergerin im Interview mit den VN. Der Dreh dauerte gefühlt nur einen halben Tag. In Wirklichkeit sind es Stunden: Kostümprobe, Maske, Verkabelung, Proben, neue Einstellungen, Wiederholungen aus anderen Blickwinkeln und Konzentration.

Das Set am Bodensee – einfach genial
Was ihr besonders in Erinnerung bleibt, ist der Regisseur Christoph Ischinger. “Er hatte richtig Lust, Dinge auszuprobieren.” Die Szene wurde mehrfach neu gespielt: gleichgültig, genervt, spöttisch, aggressiver. “Ihr zwei Weiber” – hat er gesagt oder “Ich hab keine Zeit für euch.” So versuchte mir der Regisseur, die Szene besser vorstellbar zu machen. Diese Freiheit war neu für die Vorarlbergerin. Für Aberer war das ein Moment echter Professionalität – und Wertschätzung, auch für eine kleinere Rolle. “Ich gehe da nicht als Sandra hinein”, sagt sie. Sie erschafft sich einen Hintergrund, eine Haltung, eine Geschichte. In “Kurzes Glück” ist ihre Figur für sie eine starke Frau – verwurzelt, direkt, klar.

Wenn die Folge am Freitagabend ausgestrahlt wird – bereits seit 27. Februar im ZDF-Stream verfügbar –, hofft sie vor allem auf eines: “Dass die Vorarlberger sich auf die Bilder einlassen. Die Bodenseeregion ist unglaublich schön eingefangen.”
Und vielleicht entdecken sie dabei nicht nur die Landschaft neu – sondern auch ein bekanntes Gesicht aus der Heimat.