Bregenz plant neuen Sommer-Hotspot am See

Am Molo sollen bald Wein und Co. ausgeschenkt werden.
Bregenz Sommer, Sonne, Seecafé: Die Stadt Bregenz will mehr Dolce Vita in die Seeanlagen bringen und plant am Blumenmolo (kurz: Molo) die Errichtung eines saisonalen Cafés. Vorgesehen sind ein zehn Quadratmeter großer mobiler Holzcontainer sowie ein Gastgarten mit 20 Sitzplätzen.

„Es gibt seit Längerem den Wunsch nach einem zusätzlichen Gastronomieangebot im Sommer. Roland Frühstück hat sich da jetzt wirklich reingehängt. Das Ziel ist ein Container, der im Herbst wieder wegkommt und dann für den Weihnachtsmarkt genutzt wird“, sagt Bürgermeister Michael Ritsch.

Bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz wurde unlängst um die gewerbebehördliche Betriebsanlagengenehmigung angesucht. Ein Betrieb ist jeweils von Ostern bis spätestens Mitte Oktober vorgesehen; die täglichen Öffnungszeiten sind von frühestens 7 bis spätestens 22 Uhr beantragt. „Es wird nicht gekocht. Eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang ist zu. Es gibt keine zusätzlichen Lichter und keine Beschallung. An den fünf Tischen mit Bedienung können Getränke im Glas serviert werden, alles andere ist ,to go’“, erläutert Vizebürgermeister Roland Frühstück die Rahmenbedingungen.

Mit der Hafen Bregenz GmbH, der der Grund gehört, ist man sich laut Ritsch ebenso einig wie in den politischen Gremien. Auch Interessenten für die Pacht gebe es bereits. Auflage ist, dass sich die Umkleiden und Toiletten für die Mitarbeiter in zumutbarer Entfernung befinden. Die drei Gastronomiebetriebe in der Nähe (Welle, Eisdiele und Pier69) würden diese Voraussetzungen erfüllen. „Sie wurden bereits angefragt. Es gibt auch Interessenten. Andere hätten ebenfalls Interesse”, berichtet Frühstück.

Ein WC ist am Molo nicht geplant. Die nächsten öffentlichen Anlagen befinden sich am Hafen und bei der Eisdiele. Läuft alles nach Plan, soll die Eröffnung noch heuer erfolgen. „Es hängt aber ein bisschen davon ab, wie schnell die BH entscheidet“, merkt der Bürgermeister an.

Die Geschichte des Molo reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. 1850 wurde die hölzerne Anlage zunächst durch einen Hafen aus Stein ersetzt. 1883 begann dann der große Hafenumbau, bei dem man die beiden runden Leuchttürme samt den alten Moloköpfen sprengte und den heutigen Blumenmolo um rund 80 Meter nach Norden verlängerte. In den Jahren 2009 und 2010 erfolgte ein weiterer Umbau. Neben dem neuen Hafengebäude („Welle“) wurden dabei am Blumenmolo Sitzmöglichkeiten aus Beton geschaffen („Sunset-Stufen“) und ein neuer Leuchtturm errichtet.
