Rätsel um mysteriösen Skiunfall beschäftigt Polizei

VN / 12.03.2026 • 11:18 Uhr
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Ein Notarzthubschrauber flog den Verunglückten zum Krankenhaus nach Innsbruck. symbol/öamtc

Was geschah da auf dem Kaunertaler Gletscher? Ein lebensgefährlich verletzter Skifahrer lag regungslos auf der Piste, seine Ausrüstung im weiten Umkreis verstreut.

Landeck, Ischgl Am Mittwoch gegen 13.50 Uhr fuhr ein 21-jähriger lettischer Wintersportler im Skigebiet Kaunertaler Gletscher die schwach frequentierte blaue Piste Nr. 15 hinunter.

Auf einer Seehöhe von etwa 2815 Metern, etwas unterhalb des Fernerlifts, bemerkte der Lette etwas Ungewöhnliches. Zunächst sah er eine männliche Person, die regungslos auf der Piste lag. Das Abstruse daran: Die Skiausrüstung des offensichtlich Verunfallten war über einen größeren Radius von 20 bis 30 Metern um den Mann verteilt gewesen.

Lebensgefährlich verletzt

Der 21-Jährige setzte sofort die Rettungskette in Gang. Der nicht ansprechbare Verletzte wurde von der Besatzung des Rettungshubschraubers mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Krankenhaus nach Innsbruck eingeliefert.

Zunächst war die Identität des Skifahrers unklar. Die Polizei beschrieb ihn im Öffentlichkeitsaufruf als einen etwa 65 bis 70 Jahre alten Mann mit grauen Haaren, bekleidet mit einer blauen Jacke, einer schwarzen Hose und einem Halstuch mit der Aufschrift “Kaunertaler Gletscher”.

Im künstlichen Koma

Nach dem Aufruf in den Medien habe sich aber die Familie des Mannes aus Deutschland gemeldet, sagte ein Polizeisprecher gegenüber T-Online. Doch noch immer ist unklar, was sich auf der Piste zugetragen hat. Ebenso ist unbekannt, ob andere Personen in den Unfall verwickelt waren. Denn der Deutsche selbst kann dazu nichts sagen, er liegt im künstlichen Koma im Krankenhaus Innsbruck. Die Polizeiinspektion Ischgl ersucht allfällige Zeugen, sich bei ihr zu melden.