Theater Fußach spielt ein Stück, das vom Himmel fiel

VN / 16.03.2026 • 16:42 Uhr
Es kommt von oben: Lucas Vögel, Lisa Blum, Markus Vögel und Petra Hämmerle
Es kommt von oben: Lucas Vögel, Lisa Blum, Markus Vögel und Petra Hämmerle.Andrea Fritz-Pinggera

Mit “Einmal nicht aufgepasst” inszeniert die Theatergruppe Fußach eine turbulente Komödie.

Fußach Wenn Schutzengel plötzlich auf der Erde landen und sich als Staubsaugervertreter durchschlagen müssen, dann ist klar: Auf der Bühne der Theatergruppe Fußach geht es wieder hoch her. Mit der Komödie “Einmal nicht aufgepasst” von Lars Albaum und Dietmar Jacobs bringt das Amateurensemble seine mittlerweile 34. Produktion zur Premiere – ein Stück voller Wortwitz, Situationskomik und himmlischem Durcheinander.

Die Idylle zu Zweit wird bald gestört.
Die Idylle zu zweit wird bald gestört.

Ein Himmel und viel Situationskomik

Eigentlich war für diese Saison ein anderes Stück geplant. Doch als dieses kurzfristig nicht verfügbar war, fiel der Theatergruppe gewissermaßen “ein Stück vom Himmel”. “Das neue Stück passt wunderbar, wir denken, die Leute schätzen humorvolle Ablenkung dieser Tage ganz besonders”, erklärt Petra Hämmerle, die gemeinsam mit Augustin Jagg die Bearbeitung für das Vorarlberger Publikum vorgenommen hat. Die ursprünglich in einer Großstadt angesiedelte Handlung wurde dabei dank Vorarlberger Dialekt mit viel Lokalkolorit angereichert.

Hätte der Schutzengel aufgepasst, gäbe es keinen Disput.
Hätte der Schutzengel aufgepasst, gäbe es keinen Disput.

Im Mittelpunkt steht die Studentin Sarah Feldhof, die glücklich mit ihrem Freund Danny, einem Fahrradkurier und Hip-Hop-DJ, zusammenlebt. Das große “Lotterbett” in der Wohnung der beiden wird dabei bald schon zur Bühne für diverse rasante Szenen. Als sich die standesbewusste Mutter ankündigt, versucht Sarah, ihren nicht ganz standesgemäßen Freund zu verbergen – was prompt zu Streit und turbulenten Missverständnissen führt. Währenddessen stellt sich im Himmel heraus, dass Schutzengel Engelbert seine Aufgabe vernachlässigt hat – eben einmal nicht aufgepasst hat. Sein Chef Dr. Engelmann schickt ihn kurzerhand auf die Erde, um das entstandene Chaos zu ordnen. Doch mit Engelberts etwas ungeschicktem Auftauchen nimmt das Durcheinander erst richtig Fahrt auf.

Als auch noch Dr. Engelmann (André Röck, zweiter von links) auftaucht, wird es turbulent.
Als auch noch Dr. Engelmann (André Röck, zweiter von links) auftaucht, wird es turbulent.

Höllisches Chaos

Das Besondere an der Inszenierung ist die fantasievolle Bühnenwelt auf zwei Ebenen: Hier das Erdengeschehen rund um Sarah und Danny – dort der Himmel, in dem die Schutzengel die Fäden ziehen. Regisseur Augustin Jagg nutzt diese Konstellation für zahlreiche komische Momente. Besonders amüsant: Der gefallene Schutzengel tritt zeitweise als Staubsaugervertreter auf und erklärt dem Publikum u. a. mit großem Ernst, was Milben so alles treiben.

Augustin Jagg (2.v.li) gibt Regieanweisungen für das höllische Chaos.
Augustin Jagg (2. v. li.) gibt Regieanweisungen für das höllische Chaos.

Auf der Bühne stehen heuer Lisa Blum als Sarah, Lucas Vögel als Danny sowie Petra Hämmerle, Markus Vögel und André Röck in den Rollen der Mutter, des Schutzengels und seines himmlischen Vorgesetzten. Insgesamt wirken rund 30 Personen an der Produktion mit – neben den zehn Schauspielerinnen und Schauspielern vor allem ein großes Team hinter den Kulissen, das für Bühne, Technik, Kostüme und Organisation sorgt.

Die Premiere findet am kommenden Samstag, 21. März, in der Mehrzweckhalle Fußach statt. Weitere Aufführungen folgen am 27. und 28. März sowie am 6., 10., 11., 17. und 18. April, jeweils um 20 Uhr. Reservierungen sind dienstags und donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr unter 0664 / 999 80 632 oder online unter www.theatergruppefussach.at möglich. AFP