Abwechslungsreiche Zwerchfellmassage

Köstliches “Kabarettmenü” von “Pointen & Püree” im Spinnereisaal der Fabrik Klarenbrunn.
Bludenz Für vielfältige Heiterkeit bei ihrem Publikum sorgt seit etwa fünfzehn Jahren die Kleinkunstinstitution “Pointen & Püree”. Getragen wird sie einerseits von Heike Montiperle (“montiperle Text & Bühne”), die immer wieder humoristisch begabte Menschen findet, sie zum Mitwirken auf der Bühne motiviert und ihnen die Texte “auf den Leib” schreibt. Weiters von der für die Organisation zuständigen Andrea Petermann und Techniker Ralf Andres.

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So verschieden wie die einzelnen Mitwirkenden war an dem Abend das Programm: Dietmar Eisenhofer fungierte als Obmann des Vereins “Früher war alles besser”, ließ bei der Jahreshauptversammlung querulantische Funktionär:innen auftreten und ehrte drei Mitglieder für ihre teils langjährige Verhinderungstätigkeit. Verkörpert wurden die Charaktere durch Menschen aus dem Publikum.

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Auf eine erste Pause mit der Gelegenheit zum Stärken mit dem ersten von drei Gängen des “Käsehauses Montafon” und dem Plaudern mit Tischnachbar:innen folgte der Auftritt der bei Petermann als Grafikerin beschäftigten Suzie Blau Tulip als slowakische Pflegerin “Swetlana”. Sie berichtete von ihren Erlebnissen mit der ihr anvertrauten, 87-jährigen “Frau Gisela” und bot das sehr gut erhaltene künstliche Gebiss von deren verstorbenem Gatten zum Kauf an.

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Der von Montiperle als nicht ganz ausgeschlafener Neo-Vater angekündigte Christoph Dingler handelte das Thema Vaterwerden und -sein so originell wie unterhaltsam ab, streifte dabei unter anderem die TV-Doku-Soap “Teenager werden Mütter”. Vor ungewollten Schwangerschaften warnte er mit dem Sager “zuerst fünf Minuten lang Rittmeister, dann 18 Jahre lang Zahlmeister”.

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Beste Unterhaltung boten in der Folge Celina Ganahl und Dominik “Bombo” Pachole als Veranstalter von Crash-Kursen zur Qualifizierung für verschiedene Gastronomieberufe. Die Palette reichte vom cholerischen Koch über die Multitasking-Servicekraft bis hin zur allwissenden Rezeptionistin. Im Verlauf ihres mitreißenden Auftritts unternahm “Bombo” auch einen Ausflug ins Publikum. Beide veranlassten die Gäste zu einer Übung aus dem “Freundlichkeits-Bootcamp”: lächelnder Umgang mit unverschämten Gästen. Überhaupt schlugen sie eine Rollenumkehr vor: Bei immer weniger Gasthäusern sollten sich die Gäste als würdig für die Inanspruchnahme der gastronomischen Dienste erweisen.

Großartig war der Auftritt von Reinhold Köberle als Provinz-Showstar “Walter”, der seine Bekanntheit dem Hit “Schubidu, du stehst auf meinem Schuh” verdankt. Er holte bald nach seinem effektvollen Einzug aus dem Hintergrund und dem Begrüßen mancher Fans die dafür ausgewählte Modeanbieterin Ruth Gollob (“Ruth K.”) aus Schruns und Lukas aus Tschagguns auf die Bühne. Sie mussten ein kurzes Musikquiz absolvieren, sich zu Samba (“Sag mir Quando”) bewegen und weitere Besucher nach vorne holen. Die hatten die Aufgabe, zum Hit “Schickeria” zu schuhplatteln und zu den Rhythmen von “Anita” einen Breakdance hinzulegen. AME




























