Mehr Platz und Sicherheit für Radler im Bregenzerwald

Die Verlegung der Trinkwasserleitung soll es möglich machen: Egg und Andelsbuch planen großen Radwegausbau.
Egg, Andelsbuch Mehr Platz, mehr Komfort und eine neue Leitung: Der Bregenzerwald-Radweg zwischen Egg und Andelsbuch soll ausgebaut werden. „Es handelt sich um ein Kombinationsprojekt mit dem Trinkwasserverband Bregenzerwald“, erläutert der Egger Bürgermeister Marc Meusburger. Geplant ist, die Trinkwasserleitung unter die ehemalige Bahntrasse zu verlegen und im Zuge dessen die Radwegverbindung vom Schwimmbad in Egg bis zum Kreisverkehr beim Stauweiher in Andelsbuch von derzeit zwei Metern auf 3,5 Meter zu verbreitern, durchgehend zu asphaltieren und die Kreuzungsbereiche sicherer zu gestalten. „Das Projekt gibt es nur in Kombination, weil es gewisse Synergieeffekte gibt“, ergänzt der Bürgermeister.

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4,6 Kilometer
Auf der Trasse war bis 1983 das Wälderbähnle unterwegs. Anfang der 1990er-Jahre wurde der knapp 4,6 Kilometer lange Abschnitt zwischen Egg und Andelsbuch schließlich zu einem Geh- und Radweg ausgebaut. Inzwischen hat der Bregenzerwald-Radweg eine Gesamtlänge von 40 Kilometern. Für das aktuelle Projekt sind noch einige Hürden zu nehmen. Ob es umgesetzt werden kann, hängt laut Meusburger vom weiteren Verlauf der Bewilligungsverfahren und Planungen sowie von den Förderungen ab. „Es gibt bislang eine mündliche Förderzusage, eine schriftliche liegt noch nicht vor“, führt er aus.

In der kommenden Woche steht die natur- und landschaftsschutzrechtliche Verhandlung an. Marc Meusburger hofft, dass der Bescheid im Laufe des Frühjahrs vorliegt. „Wenn alles sehr, sehr gut läuft, dann wäre der Baustart im Herbst. Das ist allerdings ein sehr sportliches Ziel. Andernfalls erfolgt er ein Jahr später.”

Knapp zwei Millionen
Der Radwegausbau würde rund 2,1 Millionen Euro netto kosten. Die Landesförderungen belaufen sich auf 70 Prozent. Damit der stark genutzte Radweg in den Sommermonaten nicht gesperrt werden muss, sind die Bauarbeiten über den Winter geplant. „Es geht uns darum, den Weg zukunftsfähig zu machen und so breit zu gestalten, dass Radfahrer, Radfahrer mit Anhänger und Fußgänger nebeneinander unterwegs sein können“, sagt der Bürgermeister.
