Ersatzradweg zwischen Schnepfau und Au kommt in Fahrt: Bau der neuen Brücke hat begonnen

Der Countdown läuft. Bis zum Ferienbeginn soll die erste Bauetappe abgeschlossen sein.
Schnepfau, Au Nach dem heftigen Felsturz im vergangenen August, als schwere Gesteinsbrocken von der Kanisfluh auf den Radweg zwischen Schnepfau und Au donnerten, war schnell klar: Hier geht nichts mehr. Ein geologisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass eine sichere Nutzung nicht mehr möglich ist. Radfahrer mussten seither auf die viel befahrene Bregenzerwaldstraße (L200) ausweichen. Gefahr in Verzug!

Heute, sieben Monate nach dem Vorfall, kommt Bewegung in die Sache. In dieser Woche sind die Bauarbeiten angelaufen. Eine neue Radverbindung soll die Radfahrer bald wieder weg von der L200 bringen. “Wir sind froh über diese Lösung. Ganz wichtig ist, dass man im Sommer, wenn die Haupturlaubszeit beginnt, die Strecke bereits benutzen kann. Der Fertigstellungstermin ist Mitte Juli”, sagt der Schnepfauer Bürgermeister Johann Fessler (68).

Die neue Anisbodenbrücke, eine rund 24 Tonnen schwere Aluminiumkonstruktion mit einer Fahrbahnbreite von 3,5 Metern, wird in drei Teilen angeliefert. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Bau der Widerlager. “Diese Arbeit muss zuerst erledigt werden, weil wir vom Bescheid her die Niedrigwasserphase ausnutzen müssen”, erläutert Fessler bei einem Lokalaugenschein.

Die Umsetzung erfolgt in zwei Etappen. In einem ersten Abschnitt wird auf der Auer Seite des Tunnels eine neue Brücke (Anisbodenbrücke) errichtet und die alte Landstraße, die neben dem Schnepfauer Tunnel verläuft, bis zur Brücke verlängert. Um den Tunnel gleichzeitig hochwassersicher zu machen, wird der Weg um knapp 80 Zentimeter erhöht. Bis 2028 soll dann in einem zweiten Abschnitt die alte Landstraße als Radweg adaptiert und die Bühlerbrücke auf der Schnepfauer Seite des Tunnels neu gebaut werden. An Spitzentagen sind auf der Strecke laut Bürgermeister mehr als 1000 Radler unterwegs.

In den ersten Bauschnitt fließen rund eine Million Euro. Das Land übernimmt die gesamten Kosten für die Errichtung des Radweges sowie 70 Prozent der Kosten für die Errichtung der Anisbodenbrücke. Die verbleibenden 30 Prozent teilen sich die Gemeinden Schnepfau, Au, Mellau und Schoppernau. Insgesamt soll das Projekt rund 5,2 Millionen Euro kosten.

Auf der Baustelle geht es nun Schlag auf Schlag. Einschränkungen lassen sich allerdings nicht vermeiden. “Die alte Landstraße wird eine gewisse Zeit nicht befahrbar sein”, merkt Johann Fessler an.













