Die „Schlange“ füllt sich mit Leben: Bregenzer Strandbad vor der Fertigstellung

Der Countdown läuft. In knapp vier Wochen sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein.
Bregenz Es wird groß, sehr groß sogar! Noch wird auf der Strandbad-Baustelle in Bregenz geschraubt, asphaltiert und gepflanzt, gleichzeitig wächst die Vorfreude auf den Sommer und das buchstäblich meterweise.

Die laut Guinness-Buch der Rekorde längste wildlebende Schlange der Welt ist 7,22 Meter lang. Bregenz kann da locker mithalten. Das neue Strandbadgebäude, das aufgrund seiner Form den Beinamen „Schlange“ erhalten hat, misst stolze 240 Meter. Die ersten 90 Meter des Baukörpers wurden 2023 fertiggestellt, über den Winter sind weitere 150 Meter dazugekommen. Damit ist die Schlange komplett, der Countdown läuft. Bregenz schlängelt sich dem Sommer entgegen. Bis zum 1. Mai soll alles fertig sein.

Ganz vorne in der Schlange verbirgt sich die Technik mit Chlorgas- und Traforaum. „Das Gebäude geht jetzt komplett durch bis zum Eingang West“, verdeutlicht Bernd Raica (53), Projektleiter bei der Stadt Bregenz, und zeigt nach hinten, wo auch ein Kiosk und ein Kassabereich liegen. Dazwischen finden die Gäste bald alles, was das Badeherz begehrt – Umkleiden, Duschen, WCs, Spinde, Saisonkabinen, Wertsachenboxen und eine Grillstation, an der an Tagen mit besonders großem Andrang Pommes, Getränke oder Eis verkauft werden. Der Aufbau der dunkelgrünen Trennwände läuft auf Hochtouren. Ebenfalls im Umkleidentrakt angesiedelt sind der Stützpunkt der Wasserrettung und des Bademeisters sowie ein Aufenthaltsbereich für Mitarbeiter. „Der Erste-Hilfe-Raum wird direkt an den Fußweg angeschlossen, falls jemand abtransportiert werden muss“, erläutert der Projektleiter.

Das Strandbad ist Teil des großen Seebad-Projekts mit Hallenbad und Sauna. Das Hallenbad ist seit Mai 2025 in Betrieb. Im Herbst wurde die finale Bauphase eingeläutet. Dort, wo im Herbst bis vor ein paar Monaten noch das alte Hallenbad stand, werden die neuen Sportflächen angelegt. „Ein Streetballplatz mit Tartanbelag, eine Fußballwiese und zwei Beachvolleyballplätze“, zählt Bernd Raica auf. Nicht weit davon entfernt, nehmen der Eingang Ost sowie der Gastgarten für die Gastronomie Gestalt an.

Auch rund um das Strandbad tut sich was. Der neue separate Fuß- und Radweg entlang des Strandbadareals ist teilweise bereits asphaltiert. Die drei Fahrradabstellplätze, die beim Festspielhaus, beim Eingang Ost und beim Parkplatz West eingerichtet wurden, bieten laut Raica Platz für knapp 1000 Fahrräder. Auf dem Vorplatz wurden ähnlich wie auf dem Platz der Wiener Symphoniker neue Bauminseln angelegt und die Waldfläche als ökologische Ausgleichsmaßnahme erweitert. „Bis Ostern sind die Asphaltarbeiten erledigt, dann werden die Zaunarbeiten gemacht. Den Rollrasen können wir legen, wenn das Wetter passt“, skizziert der Projektleiter die weiteren Schritte. Bald ist alles bereit für den Sommer, nur ein neuer Pächter für die Gastronomie fehlt noch – die Ausschreibung läuft . . .










