Fitness statt Abriss: Auf dem Siemensareal in Bregenz tut sich was

Das bestehende Gebäude wird zum Flagship-Club, parallel dazu laufen die Planungen für das Nachbargrundstück.
Bregenz In das Prisma-Projekt an der Ecke Arlbergstraße/Josef-Huter-Straße in Bregenz kommt Bewegung – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Siemensgebäude wird nicht wie zunächst vorgesehen abgerissen, stattdessen zieht ein Fitnessstudio ein.

Wie purfitness-Geschäftsführer Michael Allgäuer auf Anfrage bestätigt, eröffnet purfitness in der Josef-Huter-Straße 6 einen neuen Fitnessclub. Das bisherige purfitness Bregenz in der Rathausstraße wird mit Jahresende geschlossen. Auch auf dem ehemaligen BP-Areal nebenan will Prisma bald loslegen.

Ursprünglich war auf dem Gelände ein Innovationsquartier geplant. Siemens hätte ein Kernnutzer sein sollen. Nach Verzögerungen und Differenzen in den Gestaltungsbeiräten von Stadt und Land zog sich der Technologiekonzern allerdings aus dem Projekt zurück und verlegt seinen Standort demnächst in das Meusburger-Bürogebäude nach Hohenems.

Purfitness mietet das Gebäude samt Außenanlage langfristig von der Prisma-Unternehmensgruppe. Der Mietvertrag mit Siemens läuft noch bis Mai. Gleich im Anschluss soll mit den Umbauarbeiten gestartet werden. Bernhard Ölz unterstreicht die nachhaltige Nachnutzung. „Das Siemensgebäude ist in einem sehr guten Zustand. Es jetzt abzureißen, wäre aus unserer Sicht schade gewesen.“


Das erste purfitness wurde vor zehn Jahren in der Rathausstraße in Bregenz eröffnet. Heute betreibt die Gruppe acht Studios in Bludenz, Feldkirch, Hohenems, Lustenau, Lauterach, Bregenz, Egg und Schaan in Liechtenstein. Der neue Standort in der Josef-Huter-Straße ist als Flagship-Club auf rund 1900 Quadratmetern und drei Ebenen konzipiert. Geschäftsführer Michael Allgäuer zählt auf: „Neben den neuesten Kraft-, Plate-Loaded- und Cardiogeräten wird es einen großen Freihantelbereich, elektrogesteuertes Krafttraining, Gruppenkurse wie Yoga oder Pilates, Fitnesstrends wie Hyrox und einen großen Wellness-Bereich mit zwei Saunen, Infrarotkabine und Massageliegen geben.“ Die Eröffnung ist für November 2026 geplant.



Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das Projekt auf dem Nachbargrundstück. „Wir sind voll dran. Ziel ist eine möglichst rasche Umsetzung, das heißt: 2026 Planung und Bewilligung und nächstes Jahr die Umsetzung“, skizziert Bernhard Ölz, der mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren rechnet. In den zwei Gebäuden – einem kleineren und einem größeren – sollen Wohnungen sowie Flächen für gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss entstehen. Die Pläne dafür kommen vom Büro Baumschlager Hutter Partners.

