Werkzeugkoffer der Gemeinden ist da!

Das Bauamt Vorderland ist offiziell als Gemeindeverband gestartet.
Regio Nach einer intensiven Gründungsphase ist es offiziell: Der Gemeindeverband „Kompetenzzentrum Vorderland“ – im Alltag bekannt als Regionales Bauamt Vorderland (BAV) – wurde im Dezember 2025 von der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch genehmigt und ist seit Jänner 2026 in Betrieb.
Das Regionale Bauamt Vorderland hat seinen Sitz in Rankweil. Die Pilotgemeinden Göfis, Klaus, Rankweil, Röthis, Sulz, Übersaxen und Zwischenwasser haben im Laufe des Herbstes mit jeweils überaus großer Mehrheit den Beitritt beschlossen; das Gesamtstimmverhältnis lag bei 122 Zustimmungen und zwei Gegenstimmen. In den kommenden Jahren sollen weitere Gemeinden dazukommen.
Breites Aufgabenspektrum
In der Pilotphase wurden Aufgaben und Prozesse Schritt für Schritt entwickelt und erprobt. Das Regionale Bauamt Vorderland bündelt Kompetenzen in mehreren Bereichen. Dazu gehören die Hoch- und Tiefbauverwaltung inklusive der Umsetzung und Instandhaltung von Infrastrukturen sowie Raumplanung und Ortsentwicklung mit der Begleitung und Durchführung von Verfahren und Projekten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sicherheit und Vorsorge, etwa bei der Katastrophenvorsorge, die künftig gemeinsam für mehrere Gemeinden organisiert wird. Ergänzt wird das Aufgabenfeld durch Themen der zukunftsfähigen Verwaltung, insbesondere Digitalisierung und Datenmanagement. Ziel ist es, die Gemeinden fachlich zu entlasten und Projekte professionell zu begleiten – wirksam, sparsam und qualitätsorientiert.
Das Bauamt Vorderland versteht sich als kompetente Fachverwaltung der Mitgliedsgemeinden und zugleich als Anlaufstelle für die Bevölkerung. Die Gemeindeautonomie bleibt dabei uneingeschränkt gewahrt: Entscheidungen über Projekte, Verfahren und weitere Vorhaben liegen weiterhin bei den einzelnen Gemeinden.
Einzigartige Kooperation
Mit dem Regionalen Bauamt Vorderland setzen die Gemeinden der Regio Vorderland-Feldkirch ein deutliches Zeichen für innovative und konsequente regionale Zusammenarbeit – freiwillig, professionell und mit Weitblick. Das Modell gilt als „Next-Level-Gemeindekooperation“ und ist in dieser Form derzeit einzigartig in Österreich.
Die Gründung trifft zudem den aktuellen Trend der Verwaltungsmodernisierung. In der laufenden „Reformpartnerschaft Österreich“ zwischen Bund, Bundesländern sowie Städte- und Gemeindebund werden regionale Kooperations- und Serviceverbände als Zukunftsmodelle für eine effizientere Gemeindeverwaltung gehandelt. Während auf dieser Ebene vieles noch ergebnisoffen debattiert wird, ist das Bauamt Vorderland bereits Realität – inklusive umfassender Digitalisierung und laufender Weiterentwicklung in Richtung KI-Einsatz.
„Mit dem Bauamt Vorderland schaffen wir eine Kooperationseinrichtung, die es in dieser Form in Österreich noch nicht gibt. Wir bündeln Fachkompetenz, bleiben aber in der Gemeindeautonomie klar: Entscheidungen treffen weiterhin die Gemeinden“, betont Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall, Obfrau des neu geschaffenen Gemeindeverbandes.
Daten und Fakten
Der behördliche Name lautet Gemeindeverband Kompetenzzentrum Vorderland, im Außenauftritt tritt er als Regionales Bauamt Vorderland (BAV) auf. Genehmigt wurde der Verband am 4. Dezember 2025 von der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch, die Geschäftstätigkeit startete am 1. Jänner 2026. Sitz des Bauamts ist das Thien-Areal in der Hadeldorfstraße 47 in Rankweil. Obfrau des Gemeindeverbandes ist Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall aus Rankweil, die Bauamtsleitung liegt bei Markus Lorenzi.