Wasserbüffel vom Rohrspitz für das Wolfegg

Warther Restaurant wird mit neuem Konzept weitergeführt.
Warth Etwas abseits vom großen Trubel rund um die Hotels bei der Talstation der Steffisalpbahn steht seit einigen Jahren zwischen alten Häusern das Wolfegg – ein kleines, aber feines Café/Bistro in einem modernen Haus, das auch Urlaubsgäste anspricht und sechs Appartements samt kleiner Wellnessoase anbietet. Carolin Pfefferkorn ist mit ihrem Gatten Marian zu den Wurzeln zurückgekehrt und hat sich mit dem Haus einen Traum erfüllt.

“Unsere Familie hat hier seit vielen Generationen gelebt und gearbeitet und diese Tradition wollte ich weiterführen”, verrät sie und verweist auf die touristischen Pionierleistungen, die Moosbruggers hier initiiert haben: Als in Warth 1963 mit dem Bau des Steffisalpliftes der Skitourismus aufblühte, erkannte Carolins Großvater die Chance und beherbergte in seinem dafür adaptierten Haus viele Jahre lang Schulskikurse. Später mietete die KAB das Quartier und organisierte Wander- und Skiwochen für Familien.

Warth bekannt gemacht
Zahllose Schulkinder und Familien haben viele Jahre auf diese Art und Weise Warth kennengelernt – und sind dem Walserdorf als Gäste treu geblieben, auch als Moosbruggers längst keine Gäste mehr beherbergten, denn seit Langem ist das frühere Ferienhaus nur noch privates Wohnhaus, die “Moosbrugger-Gastronomie” wird nach langer Pause im neuen Wolfegg fortgesetzt.

Bekenntnis zur Regionalität
Carolin hat viele Jahre zielstrebig darauf hingearbeitet, ihr gastronomisches Rüstzeug im Hotel Schiff in Hittisau erlernt, später im Götzner Garnmarkt gearbeitet. Dort hat sie auch ihren Gatten Marian kennengelernt. Der Koch stammt aus Hägerau im Tiroler Lechtal und hat damals ebenfalls im Rheintal gelebt und gearbeitet. 2018 wagte die kleine Familie – die beiden haben einen Sohn – den Schritt in die Selbstständigkeit und die Rückkehr in die Heimat. Dort ging dann alles sehr schnell – im April war Baubeginn, zu Weihnachten wurde das Wolfegg eröffnet. Mit einem klaren Konzept und einem Bekenntnis zur Regionalität.

Das Beste ist gerade gut genug
Die beiden nützen die Zwischensaisonen, “um in der näheren und weiteren Umgebung Lieferanten ausfindig zu machen, die unseren hohen Qualitätsansprüchen genügen.” Das Ergebnis schlägt sich auf der Speisekarte nieder: Tagesempfehlung “Gulasch vom Wasserbüffel” ist dort zu lesen. Wasserbüffel? “Die haben wir auf dem Höchster Heldernhof, der uns das Wasserbüffel-Fleisch liefert, gefunden”, erklärt die Chefin des Hauses und verweist auf weitere heimische Lieferanten. STP
