“Heimspiel” mit “viermalschlatter”

Schruns Im Rahmen des heurigen Jahresschwerpunkts “Heimspiele” zeigte die MAP-Kellergalerie von Ende Jänner bis 8. März die Ausstellung “frauen.zimmer”. Renate Wittwer, Gerda Tschofen und Rebecca Marent präsentierten in drei Räumen drei Positionen. Boden, Landschaft und Natur fungierten laut der Montafoner Artgenossen Plattform (MAP) “als gemeinsames Sujet der drei Künstlerinnen”. Ihre Fortsetzung finden die Heimspiele mit der vor wenigen Tagen eröffneten Ausstellung “viermalschlatter, an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und weiteren Kraftfeldern”. Eine Ausstellung mit Helmut, Manfred, Dietmar und Sarah Schlatter.

Auf derart dichte Weise wie bei den Mitgliedern der Familie Schlatter aus Schruns erlebe man “kulturelles und künstlerisches Schaffen innerhalb einer Familie nur selten”, machte die MAP-Kellergalerie in Schruns, Bahnhofstraße 12, aufmerksam. Alle verstünden ihre “je eigene Kulturarbeit als gesellschaftliche Querschnittsmaterie”. Aktuell seien vier künstlerische Positionen aus dieser Familie zu bestaunen und diese würden in der Galerie “bewusst eine räumliche Trennung erfahren” – jede gestalterische Position stehe eigenständig für sich. Die spezifische Sozialisation verweise zugleich auch auf einen inneren Zusammenhang familiären Kulturverständnisses. Dies bilde eine imaginäre Klammer.

Helmut gewähre Einblicke in seine Malerei, Aktzeichnungen und Readymades. Unter dem Motto “Streetphotography” zeige Manfred währenddessen Schwarz-Weiß-Fotografien aus seinen letzten Schaffensphasen. In Form einer digitalen Collage gebe Sarah Einblicke in ihre spezifische Arbeitsweise – mit Fotografien, Installationen, Publikationen und Szenografien. Gleichsam als Stube habe schließlich Dietmar seinen Raum eingerichtet – mit einer Auswahl seiner musikalischen, literarischen und bildnerischen Projektarbeiten.

Mit der Artenne in Nenzing, Kirchgasse 6, bereicherte Helmut drei Jahrzehnte hindurch “das kulturelle, künstlerische und historische Leben im Ländle”. Mit Wahrnehmung und Zeitgeschichte beschäftige sich seine Tochter Sarah. Neben zahlreichen Ausstellungsprojekten und Erinnerungsprojekten habe sie sich “soziokulturellen Umbrüchen in Stadt- und Regionalentwicklung gewidmet”, so die MAP-Kellergalerie. Manfred sei neben seinen fotografischen Projekten auch in zahlreichen regionalen Kulturprojekten aktiv. Gestalterisch arbeite er fast ausschließlich in Schwarz-Weiß und fotografiere mit Großformat- und digitaler Kleinbildkamera.

Als Drehscheibe des erfolgreichen treff.theater, welches seit zwei Jahrzehnten besteht, dürfe Dietmar bezeichnet werden; darüber hinaus sei er schriftstellerisch tätig. Die Moderation bei der Ausstellungseröffnung hatte Bruno Winkler übernommen. Thomas Schuler und Johanna Schlatter begeisterten das Publikum mit ihren Streicherklängen. Vereinsobmann Wolfgang Trippolt sprach Grußworte. Dauern wird die Ausstellung “viermalschlatter” bis 3. Mai. Die Öffnungszeiten sind Freitag, Samstag und Sonntag, von 17 bis 19 Uhr. SCO








