“viermalschlatter” in Schruns

Eine Ausstellung mit Helmut, Manfred, Dietmar und Sarah Schlatter in der MAP Kellergalerie.
Schruns Vier Positionen, ein Ursprung, viele Richtungen: Mit der Ausstellung „viermalschlatter“ öffnet die MAP Kellergalerie einen ebenso konzentrierten wie vielschichtigen Blick auf eine Familie, deren künstlerisches und kulturelles Wirken seit Jahrzehnten weit über Schruns hinausstrahlt. Im Rahmen des Jahresschwerpunkts “Heimspiele”treten Helmut, Manfred, Dietmar und Sarah Schlatter in einen Dialog, der weniger auf Gemeinsamkeit als auf Differenz setzt und gerade darin seine Spannung entfaltet.
Die kuratorische Entscheidung, die vier Positionen räumlich voneinander zu trennen, verleiht jeder Arbeit jene Eigenständigkeit, die sie benötigt, um ihre je eigene Sprache zu entfalten, während zugleich ein leiser, kaum greifbarer Zusammenhang spürbar bleibt, der aus gemeinsamer Prägung und einem tief verankerten Verständnis von Kultur als gesellschaftlicher Querschnittsmaterie erwächst.
Helmut Schlatter, der mit der Artenne in Nenzing über drei Jahrzehnte hinweg das kulturelle Leben des Landes mitgestaltet hat, zeigt Malerei, Aktzeichnungen und Readymades, die von Erfahrung und Beharrlichkeit zeugen. Manfred Schlatter richtet seinen Blick durch die Linse der Großformatkamera auf urbane Szenen und verdichtet in seinen Schwarz Weiß Fotografien flüchtige Momente zu bleibenden Bildern. Sarah Schlatter arbeitet an der Schnittstelle von Wahrnehmung und Zeitgeschichte und entwickelt aus Fotografien, Installationen und Publikationen eine digitale Collage, die gesellschaftliche Verschiebungen sichtbar macht. Dietmar Schlatter wiederum verwandelt seinen Ausstellungsraum in eine Stube, in der Musik, Literatur und bildnerische Arbeiten ineinander greifen und eine offene, erzählerische Struktur bilden.
So entsteht eine Ausstellung, die weniger ein geschlossenes Bild liefert als ein Geflecht von Perspektiven, in dem sich künstlerische Praxis, biografische Erfahrung und gesellschaftliche Reflexion unauflöslich verschränken. Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 26. März um 19.30 Uhr statt. Zu sehen ist die Ausstellung von 27. März bis 3. Mai jeweils Freitag bis Sonntag von 17 bis 19 Uhr. Ein Katalog begleitet das Projekt.