Ein Derby mit klarer Spannungslage

Favorit Dornbirn spürt den Druck und so glaubt Lauterach fest an die Chance.
Dornbirn Derbyzeit in der Regionalliga West: Am Freitag (19 Uhr) empfängt der FC Dornbirn in der Sparkasse Arena Birkenwiese den FC Lauterach – und die Ausgangslage könnte klarer kaum sein. Während die Rothosen als Tabellenzweiter unbedingt gewinnen müssen, um Rang zwei zu verteidigen, reist Lauterach als Drittletzter mit dem klar formulierten Ziel an, für eine Überraschung zu sorgen.


Für Dornbirn ist die Marschrichtung eindeutig, auch wenn Trainer Heinz Fuchsbichler die Aufgabe keineswegs auf die leichte Schulter nimmt. “Wir müssen unsere Qualität auf den Platz bringen, dann werden wir wahrscheinlich auch als Derby-Sieger vom Platz gehen”, sagt er, schiebt aber unmittelbar nach: “Wir müssen aber alles in die Waagschale werfen.” Es ist ein Satz, der viel über die Herangehensweise verrät – Selbstvertrauen ja, aber ohne Überheblichkeit. Denn auch wenn das Hinspiel mit 4:0 klar an Dornbirn ging, weiß man im Lager der Gastgeber, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben.

Für emotionale Zusatzwürze sorgen zudem Nicolai Bösch, Laurin Bodenlenz und Magid Suleiman, die auf ihren ehemaligen Klub treffen und entsprechend motiviert sein dürften. Schwerwiegend sind die Ausfälle von Slobo Mihajlovic und Talip Karaaslan.


Lauterach-Trainer Daniel Sereinig macht keinen Hehl daraus, dass Dornbirn als Favorit ins Spiel geht, sieht darin aber auch eine Chance: “Wir glauben an die Überraschung, weil Dornbirn klarer Favorit ist.” Seine Mannschaft habe gerade in solchen Spielen immer wieder gezeigt, dass sie über sich hinauswachsen könne. “Gegen die beste Vorarlberger Amateurmannschaft sind meine Spieler immer top motiviert und wollen alles Mögliche tun, um zu gewinnen”, erklärt Sereinig.

Lauterachs Coach formuliert damit ein klares Ziel: “Punkte in Dornbirn und Revanche für die deutliche Hinspielniederlage.” Verzichten muss er allerdings auf Abwehrspieler Andre Wiedl, der verletzungsbedingt ausfällt, und den gesperrten Sebastian Zerlauth, ansonsten steht der Kader zur Verfügung.

So treffen am Freitag zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Voraussetzungen, aber klaren Ambitionen aufeinander: Dornbirn, das liefern muss, und Lauterach, das alles riskieren kann. Genau diese Mischung macht das Derby so schwer berechenbar – und so reizvoll zugleich. VN-TK
