Umbau der Haselstauderstraße verzögert sich um Jahre

Erste Maßnahmen wurden gesetzt, der eigentliche Baustart hängt aber in der Warteschleife.
Dornbirn In Haselstauden heißt es weiter warten: Der geplante Umbau der Haselstauderstraße (L3) wird sich um einige Jahre verzögern.
Bei der Vorstellung des Pilotprojekts im Juni 2024 war der Zeitplan noch deutlich ambitionierter: 2025 sollte die Ampelschaltung angepasst werden und 2026 der Umbau der Straße erfolgen. Bislang wurde lediglich der erste Punkt umgesetzt. Mit den eigentlichen Bauarbeiten wird laut Land frühestens im Jahr 2029 begonnen.

Stehende Autos, fehlende Markierungen, unzureichende Beleuchtung: Die Initiative „Sicheres Haselstauden“ kämpft schon seit vielen Jahren für ein sicheres Ortszentrum in Haselstauden. Bei einer Petition wurden über 1000 Unterschriften gesammelt. Verkehrszählungen zufolge sind auf der Haselstauderstraße in Spitzenzeiten zwischen 1200 und 1400 Fahrzeuge pro Stunde unterwegs. Auf den Schutzwegen ist es in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Unfällen gekommen.

Im Herbst 2025 wurde in einem ersten Schritt die Ampelschaltung angepasst. „Heuer werden noch Sonden für die Steuerung verlegt und der Deckbelag im Bereich der Ampel erneuert. Danach ist die Ampel voll verkehrsabhängig“, erläutert die Landespressestelle auf Anfrage. Die bisherigen Erfahrungen der Polizei seien positiv. Vor der Umstellung war die Ampel so geschaltet, dass die Fußgänger gleichzeitig „grün“ und alle motorisierten Fahrzeuge gleichzeitig „rot“ hatten, was zu zahlreichen Rotlichtüberfahrten führte.

Wie es nun weitergeht? „Derzeit wird das Einreichprojekt für die Umgestaltung der L3 ausgearbeitet. Im Frühjahr werden Vermessungsarbeiten an der Landesstraße und den Vorplätzen durchgeführt. Parallel dazu laufen die Untersuchungen der bestehenden Kanalanlagen, um abzuklären, welche Anlagen erneuert werden müssen und wie künftig die Entwässerung der Straße und der Vorplätze erfolgen kann. Anschließend werden Anrainergespräche zur Vorplatzgestaltung und Bepflanzung geführt und die Zustimmungserklärungen für die vorübergehende Beanspruchung von Privatgrund eingeholt“, skizziert das Land die weiteren Schritte.

2027 sind dann die notwendigen Behördenverfahren geplant, ehe 2028 das Bauprojekt erstellt und die Baumaßnahmen ausgeschrieben werden sollen. „Im Jahr 2029 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, sofern die notwendigen Budgetmittel zur Verfügung stehen“, ergänzt die Landespressestelle. Die Gesamtkosten wurden vor zwei Jahren auf knapp 2,7 Millionen Euro geschätzt.
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Das Konzept sieht vor, dass neben einer 30-km/h-Beschränkung die Fahrbahn zwischen der Kirche und der Feldgasse von derzeit acht auf 6,5 Meter verschmälert wird. Im Bereich der Schule ist ein kombinierter Geh- und Radweg geplant. Außerdem soll die Sicht auf die Schutzwege sowie die Beleuchtung verbessert werden. Auch in anderen Gemeinden wie Wolfurt oder Feldkirch gibt es Überlegungen Landesstraßenabschnitte umzugestalten: „Konkrete Planungen liegen aber noch nicht vor. Die Weiterführung hängt davon ab, ob die Gemeinden und das Land die notwendigen Budgetmittel aufbringen können”, heißt es aus dem Landhaus.