Hochtannberg-Saisonfinale wird „weiß wie nie“

VN / 09.04.2026 • 14:10 Uhr
So winterlich war der Saisonschluss am Hochtannberg kaum einmal.
So winterlich war der Saisonschluss am Hochtannberg kaum einmal. STP

Späte Schneeflut sorgte für tiefwinterliche Landschaft – Skinostalgie und Hochzeitsglocken.

Warth-Schröcken Anders als in den schneearmen bis schneelosen Skigebieten in tieferen und mittleren Lagen ist die Stimmung in hochalpinen Wintersportzentren bestens. „Abgerechnet wird zwar erst zum Schluss, wenn der letzte Lift abgeschaltet ist, aber auch ohne konkrete Zahlen kann schon jetzt gesagt werden, dass wir eine der besten Saisonen erleben durften“, zieht Günter Oberhauser von den Skiliften Warth vorab Bilanz und sein Kollege Siegi Hollaus von den Skiliften Schröcken nickt zustimmend. Und der Hochtannberg, seit der 2013 realisierten Skigebietsverbindung mit der Arlbergregion Lech/St. Anton Teil von Österreichs größtem Skigebiet, hat allen Grund, es zum Finale einer Traumsaison noch einmal richtig krachen zu lassen.

Klaus Wiethüchter hat zum Saisonfinale den Tiroler Après-Ski-König Matty Valentino an den Salober verpflichtet. PETER STRAUSS   
Klaus Wiethüchter hat zum Saisonfinale den Tiroler Après-Ski-König Matty Valentino an den Salober verpflichtet. peter strauss

Frau Holle spielte mit

Da ließ sich auch Frau Holle nicht lumpen und schickte punktgenau ihren „Osterhasen“: Reichlich weißer Nachschub tauchte das Skigebiet noch einmal in eine tiefwinterliche Landschaft. „Soviel Schnee gab es die ganze Saison nicht“, freuten sich passionierte Vielfahrer über traumhafte Verhältnisse, die dazu verführten, schon eingemottete Skiausrüstung wieder aus dem Sommerlager zu holen und auf der Fahrt in die Berge Rainhard Fendrich aufzulegen: „Weu i wüll Schifoan – weu Schifoan is‘ des Leiwandste, wos ma si nur vurstöll’n ko . . .!“

„Ganz in weiß . . .“ ist auch das Motto im Berghaus Schröcken, denn eine Urlauberin und ein Urlauber aus Belgien haben sich nicht nur in einander, sondern auch in den Hochtannberg so sehr verliebt, dass sie in der Warther Kirche heiraten und ihre Gäste zur Hochzeitsfeier ins Berghaus bitten.
„Ganz in weiß . . .“ ist auch das Motto im Berghaus Schröcken, denn eine Urlauberin und ein Urlauber aus Belgien haben sich nicht nur in einander, sondern auch in den Hochtannberg so sehr verliebt, dass sie in der Warther Kirche heiraten und ihre Gäste zur Hochzeitsfeier ins Berghaus bitten.

Musikalische Highlights

Live war Fendrich hier nicht zu erleben, stattdessen setzte man am Hochtannberg mit der Oberkrainer-Formation, den Lungauern, bei Ski&Concert in der Warth Arena ein abschließendes Highlight. Ganz nach dem Geschmack der älteren Generation. Dafür kommen am Samstag die „Jungen“ voll auf ihre Rechnung, wenn am Salober Matty Valentino für Stimmung sorgt.

Österliches Kontrastprogramm – Frühling im Rheintal, tiefer Winter mit traumhaften Verhältnissen für Skifahrer in hochalpinen Regionen, im Bild die Warther Steffisalp.
Österliches Kontrastprogramm – Frühling im Rheintal, tiefer Winter mit traumhaften Verhältnissen für Skifahrer in hochalpinen Regionen, im Bild die Warther Steffisalp.

Zum Start in das letzte Skiwochenende ist am Hochtannberg am Samstag schon in aller Frühe Nostalgie angesagt: Nach dem Motto „We love the 80s” sind Skifans eingeladen, im Skigebiet Warth-Schröcken im Outfit der 80er-Jahre letzte Schwünge im Schnee zu ziehen. Natürlich mit Skimaterial dieser Zeit, sofern es noch irgendwo in einer Rumpelkammer als Erinnerungsstück aufbewahrt ist.

Beim Anblick des hochwinterlich frisch verschneiten Salobers, der sich „so schön wie den ganzen Winter nicht“ präsentierte, sind die Genuss-Skifahrer versucht, den Roy-Black-Hit „Ganz in weiß . . .“ zu summen, während sie ihre letzten Spuren durch den Schnee ziehen.   
Beim Anblick des hochwinterlich frisch verschneiten Salobers, der sich „so schön wie den ganzen Winter nicht“ präsentierte, sind die Genuss-Skifahrer versucht, den Roy-Black-Hit „Ganz in weiß . . .“ zu summen, während sie ihre letzten Spuren durch den Schnee ziehen.  

Musikalischer Kracher

Zum Abschluss des vielfältigen Aprés-Ski-Musikprogramms gibt es noch einen absoluten Kracher: Geschäftsführer Klaus Wiethüchter hat den Tiroler Après-Ski-König Matty Valentino verpflichtet. Der Stimmungsmacher, der im Winter durch die Alpen tingelt und mit seinen Hits wie „Hurra die Gams“ oder „Auffe auf‘n Berg“ die Fans vom Semmering bis zum Lauberhorn zum Ausflippen bringt und im Sommer Stammgast auf Malle ist, wird dafür sorgen, dass am Salober noch einmal so richtig die Post abgeht. Auftakt zur Saisonschluss-Party ist am Samstag, 13 Uhr, mit DJ Kayce, der für das Warm-up sorgt, ehe dann um 14.30 Uhr Valentino ans Mikrofon schreitet.

Ganz anders auch ganz in weiß

Selten einmal hat sich der Hochtannberg zum Saisonfinale in so prächtigem Weiß präsentiert wie in der zu Ende gehenden Saison – und Roy Blacks Ohrwurm „Ganz in weiß . . .“ bezieht sich nicht nur auf die herrliche Winterlandschaft, sondern auf den ursprünglichen Anlass: Seit Tagen ist eine außergewöhnliche Häufung von Fahrzeugen mit belgischen Kennzeichen in Schröcken zu beobachten. Späte Urlaubsgäste, die nicht vorrangig zum Skifahren kommen – sie sind Hochzeitsgäste, eingeladen von einem belgischen Brautpaar, das vom Hochtannberg so angetan ist, dass sich die beiden hier sogar das Jawort geben. Heirat in der Warther Pfarrkirche, Hochzeitsfeier im Berghaus Schröcken – ein Saisonabschluss für die Geschichtsbücher. STP