Ein Roadmovie zwischen Vorarlberg und Rumänien

VN / 10.04.2026 • 11:32 Uhr
Ein berührendes Stück über Liebe und Tod. (Foto: Sarah Mistura).
Ein berührendes Stück über Liebe und Tod. Mistura

Tanztheaterstück “Maria – Unterwegs mit unserer rumänischen Pflegerin”.

Hohenems Am Wochenende ist das Tanztheaterstück “Maria – Unterwegs mit unserer rumänischen Pflegerin. Ein Roadmovie.” in Hohenems zu sehen. Im Zentrum steht die Geschichte von Maria A. aus Timișoara, die drei Jahre lang als Pflegerin in Vorarlberg arbeitete. Alle vier Wochen legte sie die rund 20-stündige Strecke zwischen ihrer Heimat und Feldkirch zurück. Regisseurin Brigitte Walk nähert sich diesem Stoff mit großer persönlicher Nähe. “Maria” ist auch eine Hommage an die Pflegerin ihrer eigenen Mutter. Entstanden ist ein poetisch-heiterer Abend über Liebe und Tod, über Migration und die Arbeit von Frauen in europäischen Betreuungssystemen.

Die Vorarlberger Autorin Irmgard Kramer lieferte den Text, der das individuelle Schicksal mit größeren gesellschaftlichen Fragen verknüpft: Wo bleibt ein Mensch wie Maria selbst, wenn er sich aufopfernd um andere kümmert? Welche Spuren hinterlassen ökonomische Ungleichheiten, die vor allem Frauen betreffen?

Sängerin und Musikerin Philomena Juen (Foto: Sarah Mistura).
Sängerin und Musikerin Philomena Juen.

Umgesetzt wird diese vielschichtige Geschichte in einer eindringlichen Verbindung aus Schauspiel, Tanz und Musik: Simona Vintilă steht in unterschiedlichen Rollen auf der Bühne, Marina Rützler übersetzt Emotionen in Bewegung, während Philomena Juen den Abend musikalisch trägt. Für die Ausstattung zeichnet Sandra Münchow verantwortlich, Video und Foto stammen von Céline Meier und Sarah Mistura.

Zu sehen ist das Stück am 11. und 12. April im Salomon-Sulzer-Saal in Hohenems, jeweils um 20 Uhr. Tickets sind online über hohenems.travel erhältlich. SIE