Altach zerbrach am Linzer Stahl

Offensivschwaches Altach verliert in Linz die Generalprobe für das Cupfinale gegen Blau-Weiß mit 0:3.
Linz Ohne Patrick Greil, dafür wieder mit Kapitän Lukas Jäger – so schickte SCRA-Cheftrainer Ognjen Zaric sein Team auf das Feld. Das Fehlen von Greil, der die Reise nach Linz gar nicht mitgemacht hatte, war keine Überraschung, das Aufbieten von Moritz Oswald auf der linken Angriffsseite hingegen schon. Doch Altach blieb ohne Greil offensiv einmal mehr alles schuldig, ein Querlattentreffer von Srdjan Hrstic (90.) blieb die einzige Ausbeute. Durch die 0:3-Niederlage gegen BW Linz verringerte sich der Vorsprung auf die Stahlstädter auf drei Zähler.
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Den ersten Aufreger gab es nach zehn Minuten, als Ousmane Diawara und Fabio Varesi-Strauss mit den Köpfen zusammenprallten. Beide Spieler mussten minutenlang behandelt werden, ehe sie mit einem Turban wieder ins Geschehen eingreifen konnten. Diawara musste davor auch noch das blutige Trikot tauschen, seine Platzwunde am Hinterkopf war durch den Turban sichtbar.

Es war ein erster Zeitpunkt der Ruhe, denn Altach stand von Beginn an unter Druck. Schon nach sieben Minuten sorgte eine Eckball-Variante der Blau-Weißen für Gefahr im SCRA-Strafraum, doch der Schuss von Manuel Maranda blieb im Beine-Wirrwarr stecken. Nach der Verletzungspause war Altach besser im Spiel und fand durch Diawara auch eine sehr gute Einschussmöglichkeit vor. Doch der 26-Jährige verzog und setzte das Leder nach einem schönen Lochpass von Massombo neben den Pfosten (18.).
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Es blieb hektisch. Kaum einmal gelang einer Mannschaft ein Spielzug über mehrere Stationen. Dafür war das Spiel geprägt von vielen Zweikämpfen und Nicklichkeiten. Etwa zwischen den beiden Kapitänen Varesi-Strauss und Jäger, als der Linzer den SCRA-Routinier mit einem Check zu Boden streckte (27.). Besser im Spiel waren mit Fortdauer der ersten Halbzeit die Gäste aus Altach. Vor allem Bähre und Massombo setzten immer wieder Akzente über rechts, aber auch die Flankenwechsel passten. Allein im Abschluss haperte es an Genauigkeit. Kurz vor der Halbzeit dann noch einmal Alarmstufe Rot im SCRA-Strafraum, als Ronivaldo eine flache Hereingabe auf David Bumberger verlängerte und der ehemalige Altach-Spieler im Dress von BWL allein zum Schuss kam und Torhüter Dejan Stojanovic am falschen Fuß erwischte. Doch Sandro Ingolitsch fing das Leder noch vor der Torlinie ab und beförderte das Leder aus der Gefahrenzone (42.). Und so war eine torlose erste Halbzeit die logische Folge nach intensiven und kampfbetonten 45 Minuten.
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Doppelschlag brachte Entscheidung
Zur Pause nahmen die Linzer einen Wechsel vor, für Bumberger kam Simon Pirkl ins Spiel. Bei Altach blieb alles beim Alten. Und wie schon zu Beginn des Spiels zog Blau-Weiß das Spiel an sich. Nach einem Zweikampf von Jäger gegen Ronivaldo stockte auch kurz der Atem, doch weder SR Alexander Harkam noch der VAR sahen ein elfmeterverdächtiges Vergehen (49.). Wenig später war der Arbeitstag für Diawara zu Ende. Der Stürmer wurde im Hinblick auf das bevorstehende Cupfinale nach 56 Minuten ausgewechselt.
Admiral Bundesliga
29. Spieltag
FC BW Linz vs SCR Altach 3:0 (0:0)
Linz, Hofmann Personal Stadion, 5595 Zuschauer, SR Alexander Harkam (ST)
Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 0:1 (a), 1:3 (a)
Torfolge: 66. 1:0 Simon Seidl (Kopfball), 68. 2:0 Ronivaldo, 90./+ 2 3:0 Reiter
FC BW Linz (3–4-1–2) Mantl – Pasic, Maranda, Varesi-Strauss – Dahlqvist (83. Fofana), Simon Seidl, Briedl, Bumberger (46. Pirkl) – Maier (90./+5 Cvetko) – Ronivaldo (83. Reiter), Weissman (90./ 4 Mensah)
SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger (90./+ 5 Lukas Gugganig) – Sandro Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo (73. Yalcin), Diawara (56. Benjamin), Oswald (73. Hrstic)

Nach gut einer Stunde hatte Altach den Linzer Anfangsschwung wieder im Griff und beruhigte die Partie. Genau in dieser Phase kassierte man aber das 0:1, als Simon Seidl wuchtig in einen Maier-Flankenball hechtete (66.). Nicht genug damit, doppelten die Linzer nach: Und einmal mehr war es Ronivaldo, der aus gut 18 Metern das Leder unter die Querlatte drosch (68.). Wie schon bei der Niederlage in Ried musste Altach innert weniger Minuten einen Doppelschlag hinnehmen und verlor ein zweites Mal in der Qualigruppe.
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In der Endphase sorgte eine medizinische Notversorgung für eine längere Unterbrechung, doch SR-Assistent Michael Obritzberger konnte auf das Feld zurückkehren.