Weil das Angebot fehlte: Bludenzerin eröffnet Laden für Umstandsmode

VN / 25.04.2026 • 07:00 Uhr
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Isabell und Bas Berthold gemeinsam mit Sohn Matheo: Ende Mai eröffnet Isabell ihr Geschäft “WiFam” in der Bludenzer Rathausgasse. Fotos: VN/JUN

Isabell Berthold eröffnet am 30. Mai „WiFam“ in Bludenz. Was hinter ihrem Konzept steckt – und warum der neue Laden mehr als nur Mode bietet.

Bludenz Auf der schwierigen Suche nach passender Umstandsmode kam Isabell Berthold eine Idee: Warum nicht einfach selbst einen Laden für Umstandsmode eröffnen? Gesagt, getan: Am 30. Mai eröffnet sie ihr Geschäft „WiFam“ in der Bludenzer Rathausgasse.

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Bei der großen Eröffnung am 30. Mai gibt es Kinderschminken, Eröffnungsaktionen, kleine Überraschungen und mediterrane Köstlichkeiten von Da Nello.

Isabell Berthold ist Mutter zweier Kinder. Leon ist zwei Jahre alt, Matheo drei Monate. Als Leon zur Welt kam, erhielt sie noch Umstandsmode bei H&M, bei Matheo jedoch nicht mehr. „Da habe ich mich bei Bas aufgeregt“, sagt sie. Gemeinsam mit ihrem Mann Bas suchte sie das Stadtmarketing auf und erkundigte sich nach geeigneten Geschäftslokalen. So wurden sie auf das ehemalige „Juka’s“ aufmerksam. Der Zeitpunkt kam ihnen gelegen. „Da haben sich viele Dinge gefügt“, sagt Bas.

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Das Kassensystem und die Regale kann Isabell von ihren Vorgängerinnen nutzen.

Isabell schrieb verschiedene Markenhersteller an. Von Noppies aus den Niederlanden erhielt sie eine Rückmeldung. Sie wurde in den Markenpool „Brands for Kids“ aufgenommen und kann dort aus dänischen und niederländischen Marken wählen, die in Europa produzieren und deren Kleidung aus Baumwolle dem Oeko-Tex-Standard entspricht. „Es ist nicht so teuer, dass es sich niemand leisten kann. Zudem wird es eine kleine Second-Hand-Ecke geben“, so Bas. Isabell betont zudem, dass es sich um „lässige“ Kleidung mit „coolen Farben“ handelt. „Du willst deinen Stil nicht aufgeben, nur weil du schwanger bist. Du willst dir selbst treu bleiben.“ Auch für Kinder gibt es ein „lässiges Häs“.

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Einige Tische und Regale verschwinden noch, denn das Geschäft soll nicht zu vollgestellt wirken.

Neben Umstands- und Stillmode bietet Isabell künftig auch Kindermode für Kinder von null bis sechs Jahren sowie Montessori-Holzspielzeug an. „Wir wollen Familien von der Schwangerschaft bis zur Volksschule begleiten“, erklärt Bas das Konzept. Er hilft im Laden nur unterstützend mit, da er derzeit eine Lehre zum Tischler absolviert. Da Isabell mit zwei kleinen Kindern den Laden nicht in Vollzeit führen kann, beschäftigt sie zwei Angestellte. Diese sind – wie Isabell – Quereinsteigerinnen und Mütter und passen daher gut ins Geschäft.

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Die Fläche ist groß genug, um Yoga und Elterncafé anzubieten.

Für die Kinder gibt es eine Spielecke, während sich die Mütter in Ruhe umsehen und Kleidung anprobieren können. Die Umkleiden sind extra groß gestaltet, damit Schwangere genügend Platz haben. Auch ein Maxi-Cosi und ein Wickeltisch finden darin Platz.

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Hier im Eck sollen die Umkleidekabinen entstehen,

Workshops, Events, Yoga und Elterncafé

Die 33-jährige Kindergartenpädagogin möchte sich mit persönlicher Beratung hervorheben. Darüber hinaus sind zahlreiche Events und Workshops geplant. Dafür verfügen die beiden über ein großes Netzwerk im Bereich Kinder und Gesundheit. Hebammen, Logopäden, Stillberaterinnen und Kinderpsychologen sollen eingeladen werden, damit sich Eltern mit ihnen austauschen können. Auch ein Elterncafé ist geplant.

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Hier kann man bald Umstands- und Stillmode sowie Kindermode und Kinderspielzeug kaufen.

Isabell geht mit der Zeit. Wenn Onlineshopping so beliebt ist, will sie sich dem nicht verschließen und bietet einen eigenen Onlineshop an. Auch Click & Collect ist möglich. Das Geschäft wird bewusst nicht zugestellt, damit sich Regale und Tische flexibel verschieben lassen und etwa Yogaeinheiten stattfinden können.

Kooperationen mit Bludenzer Betrieben

Zudem bemüht sie sich um Kooperationen mit anderen Bludenzer Geschäften und Gastronomiebetrieben. So kann sie sich vorstellen, an bestimmten Tagen Kaffee und Kuchen vom „Dörflinger“ gegenüber anzubieten. Eine Stempelkarte sowie an ausgewählten Tagen ein gratis Kaffee zwischen 9 und 10 Uhr sollen die Kundenbindung stärken. Es soll ein Ort entstehen, an dem man sich wohlfühlt, sind sich die beiden einig. Besonders freut sich Isabell auf den Austausch mit anderen Müttern. Sie glaubt an ihr Konzept, denn für viele Kunden sei das Einkaufserlebnis wichtig.