Auffällige Baustelle am Pfänderhang: Was es mit dem riesigen Gerüst auf sich hat

VN / 27.04.2026 • 16:12 Uhr
Auffällige Baustelle am Pfänderhang: Was es mit dem riesigen Gerüst auf sich hat
Das Gebäude am Pfänderhang ist auffällig verpackt. VN/Paulitsch

Das sonst eher unscheinbare Bauwerk ist wegen Bauarbeiten ins Rampenlicht gerückt.

Lochau, Bregenz Was ist denn da los? Eine Baustelle oberhalb von Lochau zieht derzeit alle Blicke auf sich. Wie der Projektleiter auf Anfrage bestätigt, handelt es sich um den Lüftungsturm des Pfändertunnels. Das sonst eher unauffällige Gebäude steckt seit Kurzem in einem Gerüst.

Auffällige Baustelle am Pfänderhang: Was es mit dem riesigen Gerüst auf sich hat
Der Turm, der wie ein überdimensionaler Kamin aus dem Gelände ragt, ist laut Klaus Oberhauser von der Asfinag knapp 40 Meter hoch. VN/Paulitsch

Der Pfändertunnel (6,7 Kilometer lang) verfügt über insgesamt zwei Lüftungstürme. Der eine befindet sich am Pfänderhang oberhalb von Lochau, der andere an der ehemaligen Skiabfahrt vom Pfänder nach Bregenz. „Die Dächer der Lüftungstürme müssen saniert werden. Auf den Steildächern werden die alten Eternitschindeln ausgewechselt und die Flachdächer, die ihre Lebensdauer auch längst erreicht haben, werden neu abgedichtet“, erläutert Asfinag-Projektleiter Klaus Oberhauser.

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Auffällige Baustelle am Pfänderhang: Was es mit dem riesigen Gerüst auf sich hat
Das Bauwerk ist in ein Gerüst gehüllt. VN/Paulitsch

Die Bauarbeiten beim Turm auf der Lochauer Seite laufen laut Oberhauser seit März, im Sommer zieht die Baustelle weiter zum Pendant auf der Bregenzer Seite. „Es hat rund vier Wochen gedauert, bis das Gerüst aufgestellt war. Von der Dimension her ist ähnlich, wie wenn man eine große Kirche einrüstet“, verdeutlicht der Asfinag-Projektleiter.

Auffällige Baustelle am Pfänderhang: Was es mit dem riesigen Gerüst auf sich hat
Klaus Oberhauser ist Projektleiter bei der Asfinag. VN/Paulitsch

Die Türme ragen knapp 40 Meter aus dem Gelände. Die Lüftung kommt dann ins Spiel, wenn es im Pfändertunnel brennt oder die Kohlenmonoxid-Werte zu hoch sind. „Es geht auch ein Lift hinunter bis zum Tunnel. Als es nur eine Röhre gab, war es im Prinzip auch ein Fluchtturm. Im Notfall hätte man die Leute über den Schacht evakuiert“, berichtet Oberhauser.  

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Der Pfändertunnel wurde im Dezember 1980 eröffnet. Die zweite Röhre ist seit Sommer 2013 in Betrieb.