Feldkirch feierte seinen Stadtpatron

Großen Andrang verzeichneten Dom und Kapuzinerkloster beim jüngsten Fidelisfest.
Feldkirch Der Patron der Montfortstadt und zweite Patron der Diözese Feldkirch ist der heilige Fidelis, dessen kürzlich wieder gedacht wurde. Gemeinsam mit Bischofsvikar Monsignore Rudolf Bischof, Bruder Dhil Konikkara (Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch), Bürgermeister Manfred Rädler, Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Trachtengruppe der Stadt Feldkirch und zahlreichen Gläubigen feierte Pfarrer Fabian Jochum den Gottesdienst zum Fidelisfest im Dom. Die Predigt hielt Bruder Joly Puthusserry Varghese (Delegat der Tiroler Kapuzinerdelegation). Bläser der Feldkircher Dommusik und Domorganist Johannes Hämmerle gestalteten die Liturgie musikalisch mit. Bei wunderbarem Frühlingswetter konnten auch die Prozession mit zwei Stationen und Gebet um Segen für Bevölkerung und Stadtrat, für das Land und die Welt sowie das anschließende Gartenfest stattfinden.

Die Spältabürger übernahmen die Bewirtung wie jedes Jahr, wofür sie ein besonderes Lob seitens des Freundeskreises des Klosters ernteten. Das war “ein schönes Zeichen der Gemeinschaft”, schrieb die Dompfarre. Eröffnungsworte zum Gartenfest sprach Bruder Dhil Konikkara, Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch: “Jetzt heißt es genießen, lachen, zusammensitzen, reden und den Tag einfach laufen lassen.”

Glücklich, “im wunderschönen Klostergarten” mitfeiern zu dürfen, zeigte sich Greti Schmid, Präsidentin des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner. Sie betonte: “Edgar Mayer hat im Hintergrund alles organisiert.” Persönlich sagte sie ihm: “Was täte der Freundeskreis ohne dich. Danke dir, Edgar.” Beim Fest im Garten musizierten die Stadtmusik Feldkirch unter der musikalischen Leitung von Jonathan Scheriau und die Gisinger Weisenbläser.

Kinder zurückgelassen
Fidelis von Sigmaringen wird in der kleinen Ausstellung im Kapuzinerkloster Feldkirch als Gottesmann, Eiferer und Märtyrer bezeichnet. Im Jahr 1578 sei der heilige Fidelis als Markus Roy in der Donaustadt zur Welt gekommen. Er sei der zweitjüngste Sohn des örtlichen Bürgermeisters gewesen. Seine Mutter habe zwar aus dem protestantischen Tübingen gestammt, die Erziehung sei aber streng katholisch vollzogen worden. Der Vater sei früh verstorben. Die Mutter habe bald wieder geheiratet, sei von Sigmaringen weggezogen und habe ihren Nachwuchs zurückgelassen. Diese Zerrissenheit habe Markus Roy tief geprägt.

Neben der örtlichen Lateinschule habe er vermutlich auch das Jesuitengymnasium besucht. Zwanzigjährig habe er das philosophische Grundstudium an der Universität in Freiburg im Breisgau aufgenommen. 1603 habe er an derselben Universität ein Studium begonnen, welches er im Folgejahr länger unterbrochen habe. Markus Roy habe als sehr intelligent, begabt und gleichzeitig eifrig und gewissenhaft gegolten. Als Hofmeister habe er in den Jahren 1604 bis 1611 junge Adelige auf Reisen begleitet. Solche “Kavalierstouren” hätten zur Veredelung der Ausbildung gehört. Dies und Weiteres erfährt der Besucher in der kleinen Ausstellung, die im Nebenraum der Fideliskapelle eingerichtet ist. SCO



















