Lebendige Mistkübel sollen die Bevölkerung sensibilisieren

VN / 28.04.2026 • 13:55 Uhr
Freuten sich über die Aktion: Umweltgemeinderat Simon Vetter, Günter Bösch (Umweltabteilung), Bürgermeister Patrick Wiedl, Andreas Pertel (Österreich sammelt) und Alexander Cukic (Gemeindeverband)
Freuten sich über die Aktion: Umweltgemeinderat Simon Vetter, Günter Bösch (Umweltabteilung), Bürgermeister Patrick Wiedl, Andreas Pertel (Österreich sammelt) und Alexander Cukic (Gemeindeverband).Bernadette von Sontagh

“Trashbusters” machten Halt in Lustenau: Humorvolle Aufklärung gegen Littering.

Lustenau Zum ersten Mal gastierten die “Trashbusters” – zwei als lebendige Mistkübel verkleidete Akteure der Initiative “Österreich sammelt” – im Zentrum von Lustenau. “Wir haben im vergangenen Jahr mit einer Tour durch ganz Österreich begonnen. Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass diese Form der Ansprache funktioniert”, erklärt Andreas Pertel, Sprecher von “Österreich sammelt”. Ziel der Aktion sei es nicht, mit erhobenem Zeigefinger auf achtlos weggeworfene Abfälle hinzuweisen, sondern die Bevölkerung auf humorvolle Weise für die Folgen von Littering zu sensibilisieren. Die ungewöhnlichen Mistkübel sorgten am Montagnachmittag vor allem bei jüngeren Kindern für neugierige Blicke und Begeisterung.

Lebendige Mülleimer erregten in Lustenau die Aufmerksamkeit bei den Passanten.
Lebendige Mülleimer erregten in Lustenau die Aufmerksamkeit der Passanten.

Littering bleibt ein Problem im öffentlichen Raum

Laut dem ersten Littering-Report landen jährlich rund 15.000 Tonnen Abfälle im öffentlichen Raum und in der Natur, eine Menge, die dem jährlichen Müllaufkommen von etwa 30.000 Personen entspricht. Günter Bösch von der Umweltabteilung der Marktgemeinde Lustenau begrüßt den Besuch der Trashbusters. Zwar habe die Einführung des Pfandsystems die Menge achtlos weggeworfener Abfälle reduziert, dennoch seien immer wieder Aktionen notwendig, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. “Auch Lustenau wird immer urbaner, was sich auch beim Littering bemerkbar macht”, so Bösch. Der Großteil der Bevölkerung entsorge seinen Müll ordnungsgemäß. Lediglich rund zehn Prozent würden sich nicht daran halten, schätzt er. “Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein immer wieder mit unterschiedlichen Aktionen zu stärken, dass Abfall in den Mistkübel gehört.”

Besonders junge Bewohner waren angetan von den Trashbusters.
Besonders junge Bewohner waren angetan von den Trashbusters.

Aufklärung und Dialog im Mittelpunkt

Die Trashbusters-Tour macht diese Woche noch in mehreren Städten Vorarlbergs Station. Im Mittelpunkt der Aktion stehen als Mistkübel verkleidete Studierende der BOKU Wien. Sie inszenieren einen “Müll-Tatort” und sprechen Passanten in Detektivrollen direkt an: “Was glauben Sie, was ist hier passiert?” Auf spielerische Weise vermitteln sie Wissen zu den Auswirkungen von weggeworfenen Verpackungen, Getränkebechern und Zigarettenstummeln und zeigen auf, wie jeder Einzelne gegen Littering aktiv werden kann. Unterstützt wird die Aktion von den Umweltabteilungen der jeweiligen Gemeinden. BVS 

Schnell kamen sie ins Gespräch mit Passanten.
Schnell kamen sie ins Gespräch mit Passanten.
Wohin mit dem Abfall? Selbstverständlich in den Mistkübel.
Wohin mit dem Abfall? Selbstverständlich in den Mistkübel.
Die Trashbusters von
Die Trashbusters von “Österreich sammelt” waren in Lustenau unterwegs und machten auf achtlos weggeworfenen Abfall aufmerksam.
Der vierjährige Jamie wollte sich ein Foto mit den lebendigen Mülleimern nicht entgehen lassen.
Der vierjährige Jamie wollte sich ein Foto mit den lebendigen Mülleimern nicht entgehen lassen.