Lebendige Mistkübel sollen die Bevölkerung sensibilisieren

“Trashbusters” machten Halt in Lustenau: Humorvolle Aufklärung gegen Littering.
Lustenau Zum ersten Mal gastierten die “Trashbusters” – zwei als lebendige Mistkübel verkleidete Akteure der Initiative “Österreich sammelt” – im Zentrum von Lustenau. “Wir haben im vergangenen Jahr mit einer Tour durch ganz Österreich begonnen. Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass diese Form der Ansprache funktioniert”, erklärt Andreas Pertel, Sprecher von “Österreich sammelt”. Ziel der Aktion sei es nicht, mit erhobenem Zeigefinger auf achtlos weggeworfene Abfälle hinzuweisen, sondern die Bevölkerung auf humorvolle Weise für die Folgen von Littering zu sensibilisieren. Die ungewöhnlichen Mistkübel sorgten am Montagnachmittag vor allem bei jüngeren Kindern für neugierige Blicke und Begeisterung.

Littering bleibt ein Problem im öffentlichen Raum
Laut dem ersten Littering-Report landen jährlich rund 15.000 Tonnen Abfälle im öffentlichen Raum und in der Natur, eine Menge, die dem jährlichen Müllaufkommen von etwa 30.000 Personen entspricht. Günter Bösch von der Umweltabteilung der Marktgemeinde Lustenau begrüßt den Besuch der Trashbusters. Zwar habe die Einführung des Pfandsystems die Menge achtlos weggeworfener Abfälle reduziert, dennoch seien immer wieder Aktionen notwendig, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. “Auch Lustenau wird immer urbaner, was sich auch beim Littering bemerkbar macht”, so Bösch. Der Großteil der Bevölkerung entsorge seinen Müll ordnungsgemäß. Lediglich rund zehn Prozent würden sich nicht daran halten, schätzt er. “Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein immer wieder mit unterschiedlichen Aktionen zu stärken, dass Abfall in den Mistkübel gehört.”

Aufklärung und Dialog im Mittelpunkt
Die Trashbusters-Tour macht diese Woche noch in mehreren Städten Vorarlbergs Station. Im Mittelpunkt der Aktion stehen als Mistkübel verkleidete Studierende der BOKU Wien. Sie inszenieren einen “Müll-Tatort” und sprechen Passanten in Detektivrollen direkt an: “Was glauben Sie, was ist hier passiert?” Auf spielerische Weise vermitteln sie Wissen zu den Auswirkungen von weggeworfenen Verpackungen, Getränkebechern und Zigarettenstummeln und zeigen auf, wie jeder Einzelne gegen Littering aktiv werden kann. Unterstützt wird die Aktion von den Umweltabteilungen der jeweiligen Gemeinden. BVS



