Goldtorschütze Kovacs schießt FC Dornbirn ins Halbfinale

Röthis stark ersatzgeschwächt, vergibt Topchancen, Dornbirn rettet knappen Sieg.
Röthis Der FC Dornbirn steht im Halbfinale des Uniqa VFV Cups, musste sich den knappen Erfolg beim SC Röthis jedoch hart erarbeiten und durfte sich am Ende glücklich schätzen. Goldtorschütze war der erst 18-jährige Ungar Tamas Gabor Kovacs, dessen Treffer den Titelverteidiger weiter vom achten Cupsieg träumen lässt. Über weite Strecken der Partie war es Röthis, der das Spiel bestimmte und sich trotz erheblicher personeller Probleme als die bessere Mannschaft präsentierte. Von Beginn an setzten die Gastgeber den Favoriten unter Druck, erspielten sich durch Florian Domig sowie Tobias Hartmann hochkarätige Möglichkeiten, konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Dornbirn nutzte eine seiner wenigen Chancen und stellte damit den Spielverlauf auf den Kopf.
Nach dem Seitenwechsel blieb Röthis weiter gefährlich und kam zur nächsten Chance, doch Christoph Domig verfehlte knapp das rechte Kreuzeck (46.). Auch Linus Berthold setzte den Ball hauchdünn neben das Tor. In der Schlussphase bot sich mit Fabio Scheichl die Gelegenheit, doch auch er ließ den Ausgleich in der 80. Minute liegen. Dornbirn wankte in dieser Phase bedenklich, fand kaum Entlastung und offenbarte vor allem defensiv immer wieder Unsicherheiten.
Erst nach gut einer Stunde kamen auch die Gäste wieder zu gefährlichen Offensivaktionen, doch weder Magid Suleiman noch Ben Brzaj konnten ihre Chancen nutzen, um für eine Vorentscheidung zu sorgen. Dass Dornbirn ohne Wießmeier dennoch in Führung blieb, war vor allem Torhüter Fabian Schulz zu verdanken, der mit mehreren starken Paraden seine Mannschaft im Spiel hielt und einmal mehr seine ausgezeichnete Form unter Beweis stellte. Der Schlussmann, der den suspendierten Raphael Morscher ersetzt, avancierte damit neben Torschütze Kovacs zur Schlüsselfigur.
Die dramatischste Szene folgte schließlich in der Nachspielzeit, als Maximilian Koch die Chance auf den Ausgleich vergab. Röthis zeigte sich trotz der Ausfälle und dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Kapitän Felix Schöch als die aktivere und gefährlichere Mannschaft, blieb aber ohne zählbaren Ertrag und durfte sich für eine starke Leistung nicht belohnen. Dornbirn hingegen brachte den knappen Vorsprung mit viel Mühe über die Zeit und siegte am Ende glücklich. VN-TK