RHC Dornbirn zwischen Hoffnung und Rückschlägen

VN / 04.05.2026 • 16:26 Uhr
(Bilder RHC)Dornbirn stemmte sich im Entscheidungsspiel gegen das Aus, blieb gegen effiziente Vordemwalder aber ohne Chance.
(Bilder: RHC) Dornbirn stemmte sich im Entscheidungsspiel gegen das Aus, blieb gegen effiziente Vordemwalder aber ohne Chance.Carmen Thurnher

Dornbirns NLB-Saison endet im Halbfinale.

Dornbirn Es sollte ein Abend der Entscheidung werden, doch für den ersatzgeschwächten RHC Dornbirn gab es im “Do or Die”-Spiel nichts zu holen. Im entscheidenden Duell um ein mögliches fünftes Halbfinalspiel mussten sie sich am vergangenen Wochenende dem RHC Vordemwald klar mit 1:5 geschlagen geben.

Während die Schweizer gemeinsam mit Montreux ins Finale um den NLB-Titel und den Aufstieg in die Harvest National League einziehen, endet für Dornbirn eine Saison, die so vielversprechend begonnen hatte, auf bittere Weise.

Nach kurzem Aufbäumen im zweiten Durchgang fehlte Dornbirn die Konstanz für die Wende im Halbfinale.
Nach kurzem Aufbäumen im zweiten Durchgang fehlte Dornbirn die Konstanz für die Wende im Halbfinale.

Frühe Hypothek schwer aufzuholen

Schon vor Spielbeginn war klar – in dieser Ausgangslage müsste alles perfekt zusammenlaufen, um auswärts bestehen zu können. Und obwohl die jungen Dornbirner kämpferisch dagegenhielten und sich der Herausforderung mutig stellten, nutzte das Heimteam konsequent jede sich bietende Gelegenheit. Vordemwald präsentierte sich von Beginn an hellwach, setzte die Gäste früh unter Druck und zwang sie immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau. Die Hausherren agierten effizient, während Dornbirn zu selten zwingend vor das gegnerische Tor kam. Bis zur Pause erspielten sich die Schweizer so eine komfortable und letztlich vorentscheidende 3:0-Führung.

Nach dem Seitenwechsel keimte kurz Hoffnung auf. Winsauer traf zum 1:3 und brachte noch einmal Leben in die Partie. Für einige Minuten schien es, als könnten die Dornbirner das Momentum auf ihre Seite ziehen und die Begegnung noch einmal spannend machen. Doch die Aufholjagd wurde jäh gestoppt. Drei blaue Karten gegen Dornbirn brachten die Mannschaft endgültig aus dem Rhythmus und sorgten für zusätzliche Unruhe. In Überzahl nutzten die Aargauer ihre Chancen eiskalt und profitierten zudem von zwei unglücklichen Eigentoren.

So bleibt am Ende ein deutliches Ergebnis, das den Spielverlauf zwar widerspiegelt, aber auch die schwierige personelle Situation der Dornbirner unterstreicht. Die Enttäuschung über das Ausscheiden ist entsprechend groß – vor allem, weil die Saison mit viel Energie, Selbstvertrauen und klaren Ambitionen gestartet war.

Doch lange Zeit zum Hadern bleibt nicht. Der Blick richtet sich bereits nach vorne. Mit der bevorstehenden Österreichischen Meisterschaft wartet noch eine große Chance auf einen Titel, den die Dornbirner verteidigen wollen – und damit die Saison doch noch mit einem Erfolgserlebnis abschließen könnten. cth