„Pfandflaschen retten Kinder“ – So viel Geld haben Vorarlberger Firmen gesammelt

Wie viel die Mitarbeiter von Firmen wie Doppelmayr und Blum bereits spendeten und was sich die Volkshilfe Vorarlberg erhofft.
Schwarzach „Weil die öffentliche Hand ihre Unterstützung stark zurückfährt, kommen nun vermehrt Menschen zu uns“, sagt Anton Schäfer, Landesvorsitzender der Volkshilfe Vorarlberg. Die Wohlfahrtsorganisation ist auf Spenden angewiesen, aber erwünscht ist nicht nur Geld, sondern auch Pfandflaschen und -dosen: Firmen wie Doppelmayr und Blum sind bereits Teil des Volkshilfe-Projekts „Pfandflaschen retten Kinder“ – Kosten entstehen ihnen dabei keine.

So viel wurde gesammelt
Die Nachfrage nach Unterstützung sei bei der Volkshilfe Vorarlberg seit einiger Zeit so hoch, dass Beratungen jetzt nur noch nach Terminvereinbarung möglich sind. Die Wartezeit beträgt aktuell rund eineinhalb Monate. „Die Möglichkeit, mit dem Pfandgebinde etwas mehr Geld für diese Menschen zu bekommen, ist für uns sehr wichtig“, betont Schäfer. Denn alle Projekte der Volkshilfe Vorarlberg werden ausschließlich von privaten Spendern finanziert.

40 Betriebe in Vorarlberg mit circa 8000 spendenfreudigen Mitarbeitern sind bereits Teil der Aktion „Pfandflaschen retten Kinder“. Sie bringen rund 1500 Euro pro Monat ein. „Das ist nicht die Welt“, meint Schäfer, aber dennoch wichtiges Geld für Hilfsbedürftige in Vorarlberg. Der Großteil davon fließt in die Schulstartaktion, bei der Kinder aus armutsgefährdeten Familien zum Schulbeginn mit dem Nötigsten ausgestattet werden.
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Seit knapp einem Jahr beteiligt sich die Firma Blum am Pfandflaschen-Projekt. „Bis jetzt haben unsere Mitarbeiter 18.745 Pfandgebinde gesammelt, also über 4500 Euro – eine schöne Summe, die nun Kindern zugutekommt“, schildert Stefan Roßhäupter, Leiter der Mitarbeiterverpflegung. Nicht nur Pfandflaschen aus Österreich, sondern auch aus Deutschland kann die Volkshilfe Vorarlberg verwerten. Außerdem werden neben Plastik- und Metallgebinden auch Glasflaschen angenommen.

Doppelmayr hat dieses Jahr damit begonnen, Pfandflaschen für den guten Zweck zu sammeln. Die Mitarbeiter brachten dabei im ersten Quartal rund 200 Euro für das Volkshilfe-Projekt zusammen. Die LTW Intralogistics, Mitglied der Doppelmayr Gruppe, sammelt seit fast einem Jahr und hat bis jetzt rund 550 Euro zu verzeichnen. Dieses Geld wird jedoch an verschiedene Institutionen wie Ärzte ohne Grenzen gespendet.
Russmedia in Schwarzach hat seit Kurzem ebenfalls Sammelbehälter für Pfandflaschen aufgestellt, was bis jetzt mehr als 100 Euro eingebracht hat. Dieses Geld wird Vorarlbergern über den wohltätigen VN-Verein „Ma hilft“ zugutekommen. „Da wird man den Müll los und tut gleichzeitig etwas Gutes – also zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Pia Prodinger, Redaktionstrainee bei Russmedia.
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So funktioniert‘s
Bei der Unterstützung des Volkshilfe-Projekts entstehen für Firmen keine Kosten: Sammelbehälter mit Aufkleber werden zur Verfügung gestellt und von der Volkshilfe in regelmäßigen Abständen geleert. „Dabei sind unsere ehrenamtlichen Helfer, die die Pfandgebinde einsammeln, sehr wichtig“, betont Schäfer. „Ohne sie würde sich das Projekt nicht rentieren.“ Er zeigt sich erfreut über die bisherige Beteiligung, aber hofft, dass sich künftig noch mehr Unternehmen mit engagierten Mitarbeitern an der Aktion beteiligen.
