In Wolfurt “täglich mit großem Idealismus unterwegs”

VN / 21.05.2026 • 11:04 Uhr
LR Martina Rüscher, Bgm. Angelika Moosbrugger und Obfrau Maria Claeßens bestens gelaunt bei den Interviews. (Foto: GKPV Wolfurt)
LR Martina Rüscher, Bgm. Angelika Moosbrugger und Obfrau Maria Claeßens bestens gelaunt bei den Interviews. GKPV Wolfurt

Der Gesundheits- und Krankenpflegeverein feierte das 100-jährige Bestehen.

Wolfurt Zahlreiche Ehrengäste, darunter Landesrätin Martina Rüscher, Bürgermeisterin Angelika Moosbrugger sowie Obmann Wolfgang Rothmund und Geschäftsführerin Johanna Rebling-Neumayr vom Landesverband der Hauskrankenpflege, fanden sich gemeinsam mit 220 Vereinsmitgliedern im Cubus Wolfurt ein, um anlässlich einer festlichen Jahreshauptversammlung das Jubiläum des GKPV zu feiern.

Dir. Jürgen Adami (Raiba am Hofsteig), Pfarrer Marius Dumea, Alt-Bgm. Erwin Mohr sowie Gerald Klocker (Marktgemeinde Wolfurt). (Foto: GKPV Wolfurt)
Direktor Jürgen Adami (Raiba am Hofsteig), Pfarrer Marius Dumea, Alt-Bgm. Erwin Mohr sowie Gerald Klocker (Marktgemeinde Wolfurt).

Ein Blick in die Vergangenheit

Im Jahr 1923 hatte Maria Agatha Böhler (“Draiars Agathle”) eine Grundstücksschenkung mit der Auflage verbunden, in der Gemeinde eine “Kreuzschwesternstiftung” zu gründen, damit die dringend notwendige Gesundheitsversorgung in häuslicher Umgebung möglich wird. Nach dem Tod der Stifterin setzte ein Proponentenkomitee, bestehend aus Pfarrer Simon Stadelmann, Gemeindevorsteher Ludwig Hinteregger, Sprengelarzt Dr. Eugen Lecher, Wagnermeister Johann Heitz und den beiden Frauen Mina Österle und Regina Fischer, den Auftrag in die Tat um. So wurde am 5. April 1926 der Krankenpflegeverein gegründet. Dorfhistoriker Richard Eberle zeigt in einer mit viel Aufwand gestalteten Festschrift eindrucksvoll, mit wie viel Herzblut und Idealismus in den vergangenen 100 Jahren die Krankenpflege auf ehrenamtlicher Basis organisiert und ständig weiterentwickelt wurde.

In Wolfurt "täglich mit großem Idealismus unterwegs"

Fachkräfte im täglichen Einsatz

Wo die im Dorf für ihren Einsatz verehrten Kreuzschwestern in den Anfängen noch zu Fuß Tag und Nacht zu den Kranken und Sterbenden eilten, kümmern sich heute zehn Pflegefachkräfte um hilfsbedürftige Mitbürger. Nach einem Film von Jonas Hopfner, in dem die Verbundenheit der Wolfurter mit dem Verein spürbar wurde, gab GKPV-Obfrau Maria Claeßens mit Zahlen und Fakten Einblick in die tägliche Arbeit. “Unsere Pflegekräfte sind täglich mit großem Idealismus unterwegs, um dafür zu sorgen, dass kranke Menschen möglichst lange zuhause versorgt werden können. Dafür gilt es genauso zu danken wie den vielen Ehrenamtlichen, die den Verein engagiert unterstützen”, sagte Claeßens. Pflegeleiterin Heidi Rhomberg erzählte von berührenden Begegnungen und bedankte sich vor allem auch bei den pflegenden Angehörigen für ihren großen Einsatz und für die respektvolle Zusammenarbeit.

In Wolfurt "täglich mit großem Idealismus unterwegs"

Gemütliches Beisammensein

Nachdem Kassier Tone Feuerstein Einblick in die Zahlenwelt des Vereins gegeben und Geschäftsführer Matthias Mathis den mehr als 1000 Mitgliedern, Sponsoren und Spendern gedankt hatte, stand das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Das Ensemble “Quint-Essenz” (Leitung Reinhard Hagen) spielte auf und eine humoristische Einlage von “Sepp Forcher” alias Dr. Horst Hillgartner sorgte für viele Lacher. Bei anregenden Gesprächen im Foyer des Cubus, wo die Gäste auf dem “Gemeinschaftsbänkle” der Handwerkerschule Platz nehmen und gegen eine kleine Spende den Jubiläumshonig des Bienenzuchtvereins mit nach Hause nehmen durften, ging der Jubiläumsabend zu Ende. NAM