Berufsschüler wissen: Retten will gelernt sein

Aktionstag an der LBS Dornbirn 1 vermittelte Lehrlingen lebensrettende Maßnahmen.
Dornbirn Vor der Landesberufsschule Dornbirn 1 zog am Mittwoch ein Rettungswagen die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich. Doch statt eines Einsatzes stand Prävention im Mittelpunkt. Beim landesweiten Erste-Hilfe-Tag für teilqualifizierte Schülerinnen und Schüler aus ganz Vorarlberg lernten rund 60 Jugendliche gemeinsam mit acht Lehrkräften und acht Betreuerinnen und Betreuern der Berufsassistenz, wie im Ernstfall richtig gehandelt wird. Die Veranstaltung fand bereits zum fünften Mal statt.
Einer der Publikumsmagnete war natürlich die Sonderstation mit dem Rettungsauto. Der ehrenamtliche Rotkreuz-Trainer und Berufsschullehrer Markus Burgstaller erklärte den Jugendlichen, wie Personen nach einem Verkehrsunfall sicher aus einem Fahrzeug geborgen werden. Außerdem zeigte er, welche Gefahren bei Fahrzeugbränden entstehen können und wie Einsatzkräfte im Ernstfall vorgehen. Für viele der Anwesenden war vor allem der Blick in das Innere des Rettungswagens spannend. Burgstaller, der beim Roten Kreuz für die Berufsschulen zuständig ist, beantwortete zahlreiche Fragen und machte deutlich, wie wichtig rasches und richtiges Handeln im Notfall ist.
Vom Notruf bis zur Reanimation
Organisiert wurde der Aktionstag von Rotkreuz-Trainer Ronald Hofer. “Wir möchten den Lehrlingen wesentliche Maßnahmen der Ersten Hilfe näherbringen”, erklärte er. Dafür wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt, die im Laufe des Tages sämtliche Stationen durchliefen. “Ziel ist es, die Jugendlichen zu sensibilisieren und sie auch durch praktische Übungen aktiv einzubinden”, so Hofer.

An einer Station stand die psychische Hygiene im Mittelpunkt. Dort ging es um psychische und physische Gesundheit am Arbeitsplatz sowie um Möglichkeiten, Belastungen frühzeitig zu erkennen. Michael Simma vermittelte an einer weiteren Station die Grundlagen der Wundversorgung und erklärte, worauf bei Verletzungen besonders zu achten ist.

Bei Ronald Hofer selbst drehte sich alles um lebensrettende Sofortmaßnahmen. Die Jugendlichen erfuhren, wie die stabile Seitenlage korrekt durchgeführt wird und wie im Falle eines Herzstillstands reagiert werden muss. Unterstützt wurde die Einheit durch praktische Übungen und einen Kurzfilm, der anschaulich zeigte, wie Wiederbelebungsmaßnahmen funktionieren.

Der landesweite Aktionstag für die teilqualifizierten Lehrlinge findet seit fünf Jahren statt und setzt jedes Jahr andere Schwerpunkte. Im vergangenen Jahr war man beim ÖAMTC zu Gast, davor standen Themen wie Suchtprävention oder ein Europatag im Mittelpunkt. Heuer rückte die Erste Hilfe in den Fokus – mit dem Ziel, Hemmschwellen abzubauen und Jugendlichen Sicherheit für den Ernstfall zu vermitteln.

Zum Auftakt des Tages versammelten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine kurze Einführung im Festsaal der Schule, ehe die Gruppen zu den einzelnen Übungsstationen wechselten. Neben den theoretischen Grundlagen stand vor allem das praktische Arbeiten im Vordergrund. Immer wieder konnten die Jugendlichen selbst Hand anlegen, Fragen stellen und unterschiedliche Situationen ausprobieren. cth









