Jungimker-Wettbewerb in Bezau

Bezau war am Wochenende Austragungsort für 26 Jungimker aus ganz Österreich.
Bezau Es summte und schwirrte am Sonntagvormittag vor der Mittelschule in Bezau: Bienen flogen in und aus ihren Stöcken, während junge Imkerinnen und Imker aus ganz Österreich die emsigen Insekten genau unter die Lupe nahmen. Anlass für das rege Treiben und die vielen Nachwuchsimker vor Ort war der Bundeswettbewerb der Jungimker, der in diesem Jahr in Vorarlberg stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung von Martin Alfare, stellvertretender Landesjugendreferent des Vorarlberger Imkerverbands. „Dieses Jahr nehmen 26 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren teil“, berichtete Martin Alfare.


Praxisstationen zeigen die Vielfalt der Imkerei
An insgesamt 13 Stationen wurde das Wissen der Jungimker auf die Probe gestellt. So mussten die Teilnehmenden beispielsweise Waben aus dem Bienenstock entnehmen und dem Prüfer erklären, was sie darauf erkennen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Zustand der Bienen und der Waben, um Rückschlüsse auf die Gesundheit des Volkes ziehen zu können. Die Bienenvölker für die praktische Prüfung stammten allesamt aus Mellau und wurden dem Landesimkerverband zur Verfügung gestellt. „Die Jugendlichen zeigen an den Stationen ihr gesamtes Wissen rund um die Imkerei. So markierten sie etwa eine Drohne, um zu demonstrieren, wie in der Praxis eine Königin vorsichtig gekennzeichnet werden kann“, erklärte Martin Alfare. Für die Prüfung wurde anstelle der Königin eine Drohne verwendet, eine männliche Biene, da sie keinen Stachel besitzt. Die Jugendlichen arbeiteten hochkonzentriert und überzeugten mit ihrem Fachwissen. Weitere Aufgaben umfassten unter anderem das richtige Verhalten beim Transport eines Bienenstocks, die Bestimmung bienenfreundlicher Pflanzen sowie die Verkostung und Zuordnung verschiedener Honigsorten.


Begeisterte Jungimker aus ganz Österreich
Sophie Wieland (15) aus Salzburg nahm erstmals am Wettbewerb teil: „Ich besuche die Landwirtschaftsschule und habe im Freifach Bienenkunde belegt. Das hat mich so fasziniert, dass ich mehr erfahren wollte“, erzählte sie. Elija Raab (15) aus Niederösterreich ist bereits ein erfahrener Teilnehmer und betreut zu Hause 14 Bienenvölker. „Ich durfte vor zwei Jahren sogar zum internationalen Wettbewerb nach Dubai reisen“, berichtete er stolz. Maximilian Wieser-Linhart (13) aus Oberösterreich ist mit den Bienen aufgewachsen: „Mein Vater ist seit 15 Jahren Imker. Wir sind Wanderimker. Für mich ist es das erste Mal beim Bundeswettbewerb“, verriet er. Gekonnt gingen sie mit den Bienen um und ließen sich auch von dem einen oder anderen Stich nicht ablenken. Bereits am Vortag mussten die Jugendlichen ihr theoretisches Wissen am Computer unter Beweis stellen. Ob in Theorie oder Praxis, die jungen Imker beeindruckten die Veranstalter mit ihrem Engagement und ihrer Kompetenz. Am Ende setzten sich Kilian Steer aus der Steiermark, Fabio Rieder aus dem Silbertal in Vorarlberg und Elija Raab aus Niederösterreich durch. Sie werden Österreich beim internationalen Imkerwettbewerb Anfang September in Belfast vertreten. Martin Alfare zeigte sich sehr angetan: „Die Imkerei in Österreich ist mit solch engagiertem Nachwuchs bestens für die Zukunft gerüstet.“ Und der Teilnehmer Lukas Oberwinkler (15) aus Kärnten bringt es auf den Punkt: „Bienen sind so interessante Insekten. Mich beeindruckt, was so ein kleines Tier alles kann und wie schlau es ist”, schwärmte er und freute sich, dass er dieses Jahr beim Bundeswettbewerb teilnehmen durfte. BVS





