Feuer und Flamme für das Hatler Pfingstfeuer

Im Hatlerdorf wurde Pfingsten kreativ und gemeinschaftlich gefeiert.
Dornbirn Seit zehn Jahren lädt das Hatlerdorf rund um Pfingsten zu einem besonderen Nachmittag ein. Auch heuer wurde die Hatler Kirche samt Umgebung wieder zum Treffpunkt für Familien, Kinder und Erwachsene, die gemeinsam feiern, werken und Gemeinschaft erleben wollten. Schon Stunden vor dem offiziellen Beginn herrschte emsiges Treiben. Tische und Bänke wurden aufgestellt, Pavillons befestigt, Bastelmaterial sortiert und Zelte aufgebaut. Die Vorfreude auf das “Pfingstfeuer” war überall spürbar – und das Wetter spielte heuer mit.
Per Rakete ins Kreativ-Abenteuer
Zum Auftakt versammelten sich alle Teilnehmer in der Kirche. Dort wurde eine “Energierakete” gezündet – ein rhythmisches Zusammenspiel aus Klatschen, Stampfen und Patschen, das mit einem lauten Tusch endete. Mit dieser Portion Schwung ging es anschließend in die zahlreichen Workshops.

Kreative Köpfe konnten Kerzen gestalten, Schmuckdosen verzieren, Springseile herstellen oder Stofftaschen bedrucken. Dabei entstanden kleine Kunstwerke und persönliche Erinnerungsstücke. Sportlich wurde es beim Fahrrad-Workshop, wo Tipps zur richtigen Pflege vermittelt wurden und auch ein kleiner Parcours auf die Teilnehmer wartete. Wer sich lieber musikalisch oder tänzerisch ausdrücken wollte, war beim Stimmabenteuer, beim Tanzen oder Turnen gut aufgehoben.

Spiele-Spaß und anregende Gespräche
Großen Andrang gab es auch beim Experimentier-Workshop. Dort wurde gezischt, geknallt und ausprobiert. In der Bücherei knobelten sich Kinder und Erwachsene durch Rätsel- und Escape-Spiele und versuchten gemeinsam, rechtzeitig den Weg aus der Bibliothek zu finden. Parallel dazu nahmen sich einige Erwachsene Zeit für ruhigere Gespräche. In einer Gesprächsrunde wurde über Sicherheit und Halt in unsicheren Zeiten diskutiert und philosophiert.

Eine kleine Überraschung sorgte auch noch zwischendurch für staunende Gesichter – in der Sakristei loderten plötzlich kleine Flammen auf. Anschließend bastelten die Teilnehmer große Papierflammen, die später noch eine wichtige Rolle spielen sollten.
Der Gedanke von Pfingsten wurde sichtbar
Beim Familiengottesdienst am Abend kamen schließlich alle wieder zusammen. Die Gruppen berichteten von ihren Erlebnissen und Erfolgen, ehe erneut die Energierakete durch die Kirche hallte. Mit großem Getöse schwebten danach die gebastelten Flammen von der Empore auf die Besucher herab und sorgten für große Begeisterung.
Doch damit war der Tag noch lange nicht beendet. Jede Familie hatte Speisen für ein gemeinsames Rucksackbuffet mitgebracht, aus dem das Küchenteam ein reichhaltiges Abendessen zauberte. Später wurde im Freien das Pfingstfeuer entzündet. Groß und Klein saßen beisammen, blickten in die Flammen, sangen, lachten und redeten bis spät in die Nacht. Für Organisator Johannes Berger stand am Ende fest: “Es hat sich gelohnt, es braucht nicht viel, um miteinander ein großes Fest zu feiern. Es ist großartig, was wir mit dem gemeinsamen Einsatz vieler zu Wege bringen.” cth


