Jahrhundertwald des Lions Club: Damit hätte Irmi ihre helle Freude gehabt

Im Bregenzer Festspielbezirk schlossen Vorarlbergs Lions ihr grünes Jahrhundert-Projekt ab.
Bregenz Am kommenden Sonntag, 11 Uhr, werden wieder Hunderte Sportlerinnen und Sportler zum traditionellen Stundenlauf der Bregenzer Lions im Festspielbezirk antreten – bei der 17. Auflage dieses Charity-Events, bei dem Spendengelder für Schulen und Vereine gesammelt werden, kommen sie auf der rund 900 Meter langen Laufstrecke nicht nur am werdenden Bühnenbild von La Traviata vorbei, sondern auch an den Baumgruppen, die im Rahmen der Lions-Aktion “Jahrhundertwald” gepflanzt und in den grünen Park rund um Festspielhaus und Hallenbad integriert wurden.

Es begann vor fast zehn Jahren
Seit 2017 haben die Vorarlberger Lions im ganzen Land das Projekt “Jahrhundertwald” umgesetzt. Die 2024 verstorbene Irmi Sachs hatte die Vision, zum 100-jährigen Lions-Jubiläum eine nachhaltige Aktion zu setzen, die Strahlkraft für mindestens die nächsten 100 Jahre hat: Im ganzen Land wurden seither Aufforstungen initiiert und jetzt wurde in Bregenz dieses Projekt abgeschlossen. Ein Projekt, das darauf abzielt, Flächen wieder zu entsiegeln, Hitzeinseln zu reduzieren, Biodiversität zu fördern oder das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und Kinder einzubinden, um ihnen Bedeutung und Nutzen urbaner Grünflächen näherzubringen.
Klein, aber symbolträchtig
Im Vergleich mit den vorangegangenen Aktionen, bei denen insgesamt rund 20.000 Bäume gepflanzt wurden, war Bregenz eher bescheiden: “Nur” 25 Eichen, Rosskastanien, Hainbuchen und Spitzahorn wurden von Bregenzer und Vorarlberger Lions in das Konzept der Stadt, die hier mit 350 Bäumen und 3200 Sträuchern ein grünes Paradies gepflanzt hat, integriert. Aber diese ausgesuchten Bäume sind symbolträchtig und die Idee wurde nicht von ungefähr mit dem Jakob-Mennel-Zukunftspreis 2024 der Landeshauptstadt Bregenz ausgezeichnet. Kinder der Volksschule Schillerstraße legten symbolisch letzte Hand an, Pater Dietmar Gopp erbat Gottes Segen und das Alphorntrio der Stadtmusik Bregenz sorgte bei Kaiserwetter für einen stimmungsvollen Rahmen.

Nicht nur die Lions waren sich einig: “Mit diesem großartigen Abschluss des Langzeitprojekts, das sie maßgeblich initiiert und konzipiert hat, hätte Irmi ihre helle Freude gehabt.”
Ein würdiger Abschluss
Mit großer Freude, so Armin Sautter, Präsident der Bregenzer Lions, dürfe er zu diesem festlichen Anlass u. a. Landtagspräsident Harald Sonderegger, den Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch, Vizebürgermeister Roland Frühstück, Vertreter der Vorarlberger Lions Clubs mit Regionalleiterin Andrea Fritz-Pinggera an der Spitze begrüßen und ganz besonders die Angehörigen von Irmi Sachs, ihren Ehemann Jochen Sachs, Sohn Philipp mit Frau Teresa und den Kindern Louis und Lena willkommen heißen.

Strahlkraft für Generationen
Mit dem symbolischen Pflanzen ausgesuchter Bäume, so Präsident Sautter, werde auf Nachhaltigkeit abgezielt. So wie die vor Jahrzehnten im Festspielbezirk gepflanzten Bäume erst nach längerer Zeit ihre schattenspendende Wirkung voll entfaltet hatten, werden von der jetzt umgesetzten wesentlichen Erweiterung der Grüngestaltung – einschließlich des Lions-Jahrhundertwaldes – vor allem künftige Generationen, etwa die Schulkinder, die mit großem Eifer symbolisch mithalfen, profitieren.

Harald Sonderegger und Michael Ritsch unterstrichen in ihren Statements diese Symbolik und dankten den Vorarlberger Lions für diese gemeinsame Initiative. Für Andrea Fritz-Pinggera stand die beispielhafte Zusammenarbeit bei Finanzierung und Abwicklung des Projekts “vom Hochjoch bis zum Bodensee” im Vordergrund. STP







