Umweltideen sollen diese Woche sichtbar werden

Dornbirner Schülerinnen und Schüler gestalten die Umweltwoche mit kreativen Projekten.
Dornbirn Lucia Emerich-Rüdisser hängt vorsichtig ein Plakat ins Schaufenster der inatura. Für die Umweltpädagogin ist es der Schlusspunkt einer intensiven Vorbereitungswoche. Als Koordinatorin der Schulprojekte zur Umweltwoche sorgt sie dafür, dass die Arbeiten der Kinder ihren Platz in der Öffentlichkeit erhalten. Besonders freut sie sich über das Plakat der VS Leopold, das im Rahmen eines zweitägigen Workshops entstanden ist. Es wurde heuer zum offiziellen Plakat der Vorarlberger Umweltwoche und ist damit im ganzen Land zu sehen.
Anerkennung für Engagement
“Die Umweltwoche und die Präsentation der Projekte ist für die Kinder noch einmal ganz besonders, da ihre Projekte so auch außerhalb der Schule eine Bühne erhalten”, sagt Emerich-Rüdisser. Genau darin liegt für sie der große Wert der Aktion. Die Schülerinnen und Schüler haben über Monate hinweg Ideen entwickelt, gebastelt und gestaltet. Nun verschwinden ihre Arbeiten aber nicht in einem Klassenzimmer, sondern werden mitten im öffentlichen Raum sichtbar. “Gleichzeitig ist die Ausstellung auch eine Anerkennung für die vielen engagierten Lehrpersonen, die gemeinsam mit ihren Klassen spannende Projekte umgesetzt haben”, erklärt sie.

Wie vielfältig die Beiträge sind, zeigt ein Rundgang durch die Innenstadt. An insgesamt 15 Standorten werden die Arbeiten der Schulklassen präsentiert. Zu sehen sind unter anderem Sockentiere aus alten Materialien, Rhythmusinstrumente aus Abfall, Projekte gegen Lebensmittelverschwendung oder Initiativen, die sich mit einem respektvollen Miteinander beschäftigen. Manche Ideen entstanden direkt in den Schulen, andere wurden durch Impulse von Emerich-Rüdisser angestoßen. Das Ergebnis ist eine bunte Ausstellung, die zeigt, wie kreativ sich Kinder und Jugendliche mit dem Thema auseinandersetzen.

“Ich mache die Ausstellung, weil mir wichtig ist, dass die Schüler erleben dürfen, dass ihre Ideen gefragt und wertvoll sind und beachtet werden”, erklärt sie. Wer durch Dornbirn spaziert, kann die Gedanken und Vorschläge der jungen Generation unmittelbar entdecken. “Die Schülerinnen und Schüler sind die Erwachsenen von morgen und hoffentlich bleiben sie so ideenreich und voller Lust, die Welt mitzugestalten”, so Emerich-Rüdisser.

Spielerisch mit Umweltfragen beschäftigen
Neu ist heuer auch die Form der Präsentation. Die Ausstellung wurde als Umwelt-Schnitzeljagd gestaltet. Bei jeder Station wartet eine sogenannte Umweltchecker-Frage, deren Antwort zum nächsten Schaufenster führt. “Wir möchten damit noch mehr Menschen für die Themen der Umweltwoche begeistern”, erklärt Emerich-Rüdisser weiter.

Die Vorarlberger Umweltwoche findet heuer zum 16. Mal statt und steht unter dem Motto “Alltag weiter denken. Weil es die Umwelt wert ist.” Von 30. Mai bis 7. Juni laden Gemeinden, Schulen, Vereine und zahlreiche Initiativen im ganzen Land zu Aktionen rund um Umwelt- und Klimaschutz ein. Ziel ist es, nachhaltige Ideen sichtbar zu machen, Wissen auszutauschen und Menschen zum Mitmachen zu motivieren. In Dornbirn übernehmen dabei vor allem die Kinder eine wichtige Rolle. Sie zeigen mit ihren Projekten, dass Umweltschutz oft bei kleinen Schritten beginnt – und dass gute Ideen kein Alter kennen. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei Lucia Emerich-Rüdisser und den beteiligten Schulklassen auf viele interessierte Besucher, die sich in den kommenden Wochen auf den Weg durch die Umwelt-Ausstellung machen. cth



