Wie man Lebensmittel länger nutzt

Verschiedene Aktionen machten auf den bewussten Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam.
Dornbirn Dass Lebensmittel oft länger genießbar sind als gedacht, zeigte die Initiative “Offener Kühlschrank” rund um den Tag der Lebensmittelrettung (26. Mai) bei mehreren Aktionen in Dornbirn. Ziel war es, Menschen aller Altersgruppen für das Thema zu sensibilisieren und praktische Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lebensmittel länger genutzt und unnötiger Abfall vermieden werden können.

Den Auftakt bildete eine Informationsaktion auf dem Dornbirner Marktplatz. Dort verteilten Ingrid Benedikt und Andrea Walther vom Projekt “Offener Kühlschrank” selbst hergestellte Brotchips aus übrig gebliebenem Brot und kamen mit zahlreichen Marktbesucherinnen und Marktbesuchern ins Gespräch. “Neben vielen Einheimischen nutzten auch Gäste aus Deutschland und der Schweiz die Gelegenheit zum Austausch”, freute sich Benedikt. Diskutiert wurde unter anderem über die Haltbarkeit von Lebensmitteln, den bewussten Einkauf sowie das Angebot der Offenen Kühlschränke.

“So berichtete eine Frau, dass sie überschüssige Speisen regelmäßig zum Bahnhof bringt, damit diese von anderen genutzt werden können”, so Andrea Walther. Und weiter: “Eine junge Besucherin erzählte von ihrer Mitwirkung bei einem Theaterprojekt zum Thema Lebensmittelrettung in Lustenau.”

Ein weiterer Programmpunkt war ein Workshop mit einer dritten Klasse der MS Markt. Nach einer Einführung in das Thema erfuhren die Jugendlichen, dass pro Kopf jährlich rund elf Kilogramm noch genießbarer Lebensmittel im Müll landen. Gemeinsam wurden anschließend Brotchips zubereitet. Im Anschluss begab sich eine Gruppe in die Stadtbibliothek, um Besucherinnen, Besucher und Mitarbeitende zum Umgang mit Lebensmitteln zu befragen. Auch Eltern, die gerade ihre Kinder von der Volksschule abholten, wurden in die Aktion einbezogen.

Zum Abschluss überreichten die Verantwortlichen Bürgermeister Markus Fäßler einen Korb mit Brotchips für die Mitglieder des Stadtrats. Damit sollte das Thema auch auf politischer Ebene sichtbar gemacht werden. Bereits im Vorfeld war die Initiative medial präsent – gemeinsam mit ORF-Moderator Christian Suter wurden aus Gemüseresten Mini-Quiches für den Podcast “Suti kocht” zubereitet. Die Botschaft aller Aktionen war dieselbe: “Lebensmittel sind zu wertvoll, um im Müll zu landen”.cth


