Wie man Lebensmittel länger nutzt

VN / 31.05.2026 • 06:05 Uhr
Die Initiative „Offener Kühlschrank“ setzte mit mehreren Aktionen ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.
Die Initiative “Offener Kühlschrank” setzte mit mehreren Aktionen ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.Carmen Thurnher

Verschiedene Aktionen machten auf den bewussten Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam.

Dornbirn Dass Lebensmittel oft länger genießbar sind als gedacht, zeigte die Initiative “Offener Kühlschrank” rund um den Tag der Lebensmittelrettung (26. Mai) bei mehreren Aktionen in Dornbirn. Ziel war es, Menschen aller Altersgruppen für das Thema zu sensibilisieren und praktische Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lebensmittel länger genutzt und unnötiger Abfall vermieden werden können.

Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie aus altem Brot ein schmackhafter Snack entstehen kann.
Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie aus altem Brot ein schmackhafter Snack entstehen kann.

Den Auftakt bildete eine Informationsaktion auf dem Dornbirner Marktplatz. Dort verteilten Ingrid Benedikt und Andrea Walther vom Projekt “Offener Kühlschrank” selbst hergestellte Brotchips aus übrig gebliebenem Brot und kamen mit zahlreichen Marktbesucherinnen und Marktbesuchern ins Gespräch. “Neben vielen Einheimischen nutzten auch Gäste aus Deutschland und der Schweiz die Gelegenheit zum Austausch”, freute sich Benedikt. Diskutiert wurde unter anderem über die Haltbarkeit von Lebensmitteln, den bewussten Einkauf sowie das Angebot der Offenen Kühlschränke.

Die Jugendlichen machten auch eine Umfrage zum Thema Lebensmittelverschwendung.
Die Jugendlichen machten auch eine Umfrage zum Thema Lebensmittelverschwendung.

“So berichtete eine Frau, dass sie überschüssige Speisen regelmäßig zum Bahnhof bringt, damit diese von anderen genutzt werden können”, so Andrea Walther. Und weiter: “Eine junge Besucherin erzählte von ihrer Mitwirkung bei einem Theaterprojekt zum Thema Lebensmittelrettung in Lustenau.” 

Bürgermeister Markus Fäßler nahm einen Korb mit Brotchips für Mitglieder des Stadtrats entgegen.
Bürgermeister Markus Fäßler nahm einen Korb mit Brotchips für Mitglieder des Stadtrats entgegen.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Workshop mit einer dritten Klasse der MS Markt. Nach einer Einführung in das Thema erfuhren die Jugendlichen, dass pro Kopf jährlich rund elf Kilogramm noch genießbarer Lebensmittel im Müll landen. Gemeinsam wurden anschließend Brotchips zubereitet. Im Anschluss begab sich eine Gruppe in die Stadtbibliothek, um Besucherinnen, Besucher und Mitarbeitende zum Umgang mit Lebensmitteln zu befragen. Auch Eltern, die gerade ihre Kinder von der Volksschule abholten, wurden in die Aktion einbezogen.

Auf dem Dornbirner Marktplatz verteilte die Initiative „Offener Kühlschrank“ Brotchips und kam mit zahlreichen Besuchern ins Gespräch.
Auf dem Dornbirner Marktplatz verteilte die Initiative “Offener Kühlschrank” Brotchips und kam mit zahlreichen Besuchern ins Gespräch.

Zum Abschluss überreichten die Verantwortlichen Bürgermeister Markus Fäßler einen Korb mit Brotchips für die Mitglieder des Stadtrats. Damit sollte das Thema auch auf politischer Ebene sichtbar gemacht werden. Bereits im Vorfeld war die Initiative medial präsent – gemeinsam mit ORF-Moderator Christian Suter wurden aus Gemüseresten Mini-Quiches für den Podcast “Suti kocht” zubereitet. Die Botschaft aller Aktionen war dieselbe: “Lebensmittel sind zu wertvoll, um im Müll zu landen”.cth

Ingrid Benedikt und Andrea Walther freuten sich über das große Interesse an ihrer Initiative.
Ingrid Benedikt und Andrea Walther freuten sich über das große Interesse an ihrer Initiative.
Die Besucher des Wochenmarktes nutzten die Gelegenheit für einen Austausch über Lebensmittelrettung und nachhaltigen Konsum.
Die Besucher des Wochenmarktes nutzten die Gelegenheit für einen Austausch über Lebensmittelrettung und nachhaltigen Konsum.
Auch Vizebürgermeister Alexander Juen schaute am Stand vorbei und zeigte sich begeistert.
Auch Vizebürgermeister Alexander Juen schaute am Stand vorbei und zeigte sich begeistert.