Kunstwerke regionaler Künstler erstmals im Sozialzentrum Egg ausgestellt

Die Siegerin des Kunstbräu Awards wurde am Samstag ermittelt.
Egg Die Werke regionaler Kunstschaffender erhielten in diesem Jahr einen besonderen Ausstellungsort: Für den diesjährigen Kunstbräu Award wurden sie erstmals im Sozialzentrum Egg präsentiert. Die Ausstellung ist bis Ende August für alle Interessierten frei zugänglich. “Wir heißen euch herzlich willkommen zum diesjährigen Kunstbräu Award und freuen uns sehr über das große Interesse”, sagte Norbert Kaufmann, Künstler und Sprecher der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler.
31 Künstlerinnen und Künstler beim Kunstbräu Award
Insgesamt beteiligten sich 31 Kunstschaffende am diesjährigen Wettbewerb, dessen zentrales Thema “Metamorphose, Wandel und Veränderung” lautete. Bei der feierlichen Vernissage am Samstagnachmittag wurde die Gewinnerin des Awards bekanntgegeben: Sonja Bilgeri überzeugte die dreiköpfige Jury mit ihrem Porträt “Olte Hut”, das eine Bewohnerin des Sozialzentrums zeigt und das Wettbewerbsthema besonders eindrucksvoll widerspiegelt. Anhand der Haut ist der Wandel der Zeit für Bilgeri am besten zu erkennen. Sie hat sich deshalb dafür entschieden, ein Porträt einer Bewohnerin anzufertigen. Der Rahmen des Werkes besteht aus alten Bienenwaben, die von ihrem Partner, einem Imker, zur Verfügung gestellt wurden. “Die Bienen sind wahre Künstler der Metamorphose, deshalb habe ich die Bienenwaben als Rahmen für mein Werk gewählt”, erklärte Sonja Bilgeri.

Kunst als bereicherndes Angebot
Johannes Metzler, Geschäftsführer des Sozialzentrums Egg, zeigte sich überwältigt vom großen Interesse der Künstler und Besucher. “Bis vor Kurzem dachten wir, wir sind Gastgeber für die Kunst. Doch seitdem die Werke bei uns hängen, wissen wir, dass die Kunst uns eingeladen hat”, sagte Metzler. Die ausgestellten Arbeiten bereichern den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner spürbar. Die Werke sind in den Gängen des Sozialzentrums zu sehen und stehen allen offen. Ein Angebot, um jedem den Kontakt mit der Kunst zu ermöglichen.
“Ein Ort für Lebensgeschichten”
Thomas Konrad, politischer Vertreter der Regio Bregenzerwald, hob die Bedeutung des Ausstellungsortes hervor: “Wir haben einen wunderbaren Ort gefunden, an dem Menschen ihre Lebensgeschichten erzählen dürfen. Hier wird gelebt, gearbeitet und gepflegt. Wenn die Kunst an solche Orte kommt, sind wir auf dem richtigen Weg.” Die Ausstellung wurde am Samstag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Fachhochschule Vorarlberg erstmals beteiligt
Neu in diesem Jahr war die Beteiligung von zwölf Studierenden der Fachhochschule Vorarlberg, Fachrichtung Soziale Arbeit. Im Rahmen des Studienfachs “Projektmanagement” begleiteten sie die Organisation der Veranstaltung, führten Workshops mit den Bewohnerinnen und Bewohnern durch und unterstützten die Gestaltung der Ausstellung. Für die Studierenden war es eine wertvolle Erfahrung, Einblicke in die Planung und Durchführung einer Ausstellung dieser Größenordnung zu erhalten. Die Ausstellung im Sozialzentrum Egg ist täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Kunst hautnah zu erleben und offen für Veränderungen zu sein. BVS









