Lauteracher Weinfestival hielt, was es versprochen hatte

VN / 02.06.2026 • 13:36 Uhr
Volles Haus und beste Stimmung beim zweiten Lauteracher Winzer-Genussfest. PETER STRAUSS   
Volles Haus und beste Stimmung beim zweiten Lauteracher Winzer-Genussfest. Peter Strauss

Elf Lauteracher Vereine schenkten wieder Weine von neun Spitzenwinzern aus

Lauterach Für ein paar Stunden wurde die Lauteracher Hofsteigstraße zur “Winzergasse” und die Hofsteiggemeinde erinnerte damit an ihre frühere Weintradition. “Wein”, so Bürgermeister Elmar Rhomberg, “hat schon vor fast 800 Jahren in unserer Gemeinde eine Rolle gespielt und wurde später immer wieder urkundlich erwähnt. Namen wie Wingat oder Weingartstraße erinnern noch heute an die frühere Tradition, die vom Lauteracher Unternehmen Pfanner weitergeführt wird.”

Echte
Echte “Stimmungs-Verstärker”: Das Peter Kaufmann Trio – unplugged, fleißig unterwegs.

Ein etwas anderes Konzept

Von Walter Pfanner kam auch die Anregung zu diesem Festival, “das wir aber etwas anders gestalten wollten”, merkt Rhomberg an. “Landauf, landab gibt es solche Feste – unser Konzept zielt darauf ab, dass wir elf Vereine mit der Abwicklung der Veranstaltung betrauen.” Damit setze man auch einen Impuls für eine gedeihliche Zusammenarbeit der Lauteracher Vereine von der Fasnatgilde Unterfeld bis zum Kegelklub, vom Frauenchor bis zum Karateklub. Dazu kam noch die Feuerwehr, die mit Raclette, Käseteller, Brettljause und dgl. für das leibliche Wohl sorgte, und die Riedler Gilde, die für Logistik zuständig war.

Wer vor dem Weingenuss für die sprichwörtliche
Wer vor dem Weingenuss für die sprichwörtliche “Unterlage” sorgen wollte, war am Raclette-Stand der Feuerwehr genau richtig.

“Es hätten sich noch mehr Vereine interessiert, aber wir konnten aus Platzgründen leider nicht mehr berücksichtigen”, bedauert Rhomberg. Bewährt hat sich die Reduzierung des Festgeländes; “Im Vorjahr hat sich gezeigt, dass das Gelände zu weitläufig ausgelegt war. Wir haben deshalb heuer auf den Park beim Vereinshaus verzichtet und stattdessen die Stände vor der Säge, der Hofsteigstraße und dem kleinen Parkplatz gegenüber der Säge konzentriert. Die Einnahmen flossen in einen gemeinsamen Topf, aus dem die Vereinskassen Zuschüsse bekamen.”

Kurze Weinprobe für den
Kurze Weinprobe für den “Eigenbedarf” – man wollte ja wissen, was man den Gästen anbietet.

Auf dieser Basis werde auch das dörfliche Zusammenleben gestärkt, so der Gemeindechef, der zufrieden registrierte, dass die Initiative auch seitens der zahlreichen Besucher honoriert wurde. Bei Kaiserwetter war es dann auch nicht verwunderlich, dass die vorgesehene Sperrstunde – weil es so gemütlich war – verlängert wurde.

Bewährte und neue Winzer

Bei der Auswahl der Winzer konnte Walter Pfanner im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen schöpfen: “Fast 150 Winzer sind Geschäftspartner von Pfanner, insgesamt haben diese mehr als 1200 Weine im Sortiment”, so der Wein-Experte. “Wir haben versucht, daraus wieder eine gute Mischung verschiedenster Spitzenwinzer nach Lauterach zu holen, ein Teil davon war schon im Vorjahr hier, einige waren neu hier – und ich habe versucht, dabei auch mehrere Winzerinnen zu holen, denn Wein ist längst keine Männerdomäne mehr.”

Weinselige Stimmung an den Stehtischen und Winzerständen auf der Hofsteigstraße . . .   
Weinselige Stimmung an den Stehtischen und Winzerständen auf der Hofsteigstraße.

Auch hinsichtlich Regionen war Walter Pfanner um Vielfalt bemüht: “Vom Weingut Kress am Bodensee bis zum Weingut Iro am Neusiedlersee – 2014, 2022 und 2023 zum Burgenländer Weingut des Jahres gekürt – waren einige interessante Regionen vertreten: Südsteiermark, Carnuntum, Kremstal und das Weinviertel. Von dort kam auch der alkoholfreie Wein vom Weingut Hagn.” Ganz bewusst, denn “alkoholfreier Wein ist zwar nicht jedermanns Sache, aber er hat seine Berechtigung und findet zunehmend Anklang”, bricht Walter Pfanner eine Lanze für den “Zero”.

Bürgermeister Elmar Rhomberg schenkt Werner Hagen, und Miriam Lackner von der Markteting-Abteilung der Gemeinde ein, um auf das gelungene Winzer-Festival anzustoßen.   
Bürgermeister Elmar Rhomberg schenkt Werner Hagen und Miriam Lackner von der Marketing-Abteilung der Gemeinde ein, um auf das gelungene Winzer-Festival anzustoßen.

Auch Musik vom Feinsten

Zu den ausgesuchten Weinen gab es zwar keine klassische Schrammel-Musik, das Kaufmann-Trio Dietmar, Peter und Kurt bot mit Akkordeon, Gitarre und Kontrabass in bewährter Weise unplugged “Natur Pur” beste Unterhaltung, die zur weinseligen Stimmung beitrug. STP

Selbst als es längst dunkel geworden war und eigentlich Sperrstunde gewesen wäre, wurden die Stände noch immer dicht umlagert.
Selbst als es längst dunkel geworden war und eigentlich Sperrstunde gewesen wäre, wurden die Stände noch immer dicht umlagert.
Eben noch vor der Säge, luden Peter Kurt und Dietmar auf dem Parkplatz gegenüber zum Mitsingen ein.
Eben noch vor der Säge, luden Peter, Kurt und Dietmar auf dem Parkplatz gegenüber zum Mitsingen ein.
Und schon waren die
Und schon waren die “Fahrenden Sänger” weitergezogen.
Der Platz vor dem Sozialzentrum und Kindergarten ist ideal für solche Festveranstaltungen.   
Der Platz vor dem Sozialzentrum und Kindergarten ist ideal für solche Festveranstaltungen.
Auch der Karateklub hatte einen Stand übernommen.
Auch der Karateklub hatte einen Stand übernommen.
Geselligkeit wie in der guten alten Zeit . . .
Geselligkeit wie in der guten alten Zeit.
Weinfestival wie im Bilderbuch . . .
Weinfestival wie im Bilderbuch.
Ore, ore, Türbolar - und zum Wohl!
Ore, ore, Türbolar – und zum Wohl!
Fotoshooting am Stand des Männerchors, wo sich Walter Pfanner mit Winzer Mathias Baier und dessen Kolleginnen Helene Markowitsch von gleichnamigen Weingut und Florentina Steurer vom Weingut Iro zum Smalltalk traf.   
Fotoshooting am Stand des Männerchors, wo sich Walter Pfanner mit Winzer Mathias Baier und dessen Kolleginnen Helene Markowitsch vom gleichnamigen Weingut und Florentina Steurer vom Weingut Iro zum Smalltalk traf.
   Brettljause oder Käseteller für den kleinen Hunger zwischendurch . . .
Brettljause oder Käseteller für den kleinen Hunger zwischendurch.
  Ja gibt's denn sowas . . .? Hat sich doch nicht ein Biertrinker in die fröhliche Runde der Weinbeißer eingeschlichen . . .
Ja, gibt’s denn so was…? Hat sich doch nicht ein Biertrinker in die fröhliche Runde der Weinbeißer eingeschlichen.
Hoch her ging es am Stand des Hofsteiger Frauenchors.
Hoch her ging es am Stand des Hofsteiger Frauenchors.
In der
In der “Feuerwehr-Küche” lief die Produktion von Brettljausen und Käsetellern auf Hochtouren.
In Anbetracht hochsommerlicher Temperaturen hatten sich Festprofis mit einem Fächer ausgerüstet.
In Anbetracht hochsommerlicher Temperaturen hatten sich Festprofis mit einem Fächer ausgerüstet.
Kein Alkohol im Dienst! Walter Pfanner hielt deshalb für die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer - einschließlich deren Chef - den Zero vom Weingut Hagn bereit.
Kein Alkohol im Dienst! Walter Pfanner hielt deshalb für die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer – einschließlich deren Chef – den Zero vom Weingut Hagn bereit.
Für Weinverkostung hatte die jüngste Festbesucherin noch nichts übrig, Bella blieb bei ihrem Fläschchen . . .   
Für Weinverkostung hatte die jüngste Festbesucherin noch nichts übrig, Bella blieb bei ihrem Fläschchen.
Festbesucher konnten auch Spezialitäten versuchen, die nicht auf jedem Fest aufgetischt werden.
Festbesucher konnten auch Spezialitäten versuchen, die nicht auf jedem Fest aufgetischt werden.