Lauteracher Weinfestival hielt, was es versprochen hatte

Elf Lauteracher Vereine schenkten wieder Weine von neun Spitzenwinzern aus
Lauterach Für ein paar Stunden wurde die Lauteracher Hofsteigstraße zur “Winzergasse” und die Hofsteiggemeinde erinnerte damit an ihre frühere Weintradition. “Wein”, so Bürgermeister Elmar Rhomberg, “hat schon vor fast 800 Jahren in unserer Gemeinde eine Rolle gespielt und wurde später immer wieder urkundlich erwähnt. Namen wie Wingat oder Weingartstraße erinnern noch heute an die frühere Tradition, die vom Lauteracher Unternehmen Pfanner weitergeführt wird.”

Ein etwas anderes Konzept
Von Walter Pfanner kam auch die Anregung zu diesem Festival, “das wir aber etwas anders gestalten wollten”, merkt Rhomberg an. “Landauf, landab gibt es solche Feste – unser Konzept zielt darauf ab, dass wir elf Vereine mit der Abwicklung der Veranstaltung betrauen.” Damit setze man auch einen Impuls für eine gedeihliche Zusammenarbeit der Lauteracher Vereine von der Fasnatgilde Unterfeld bis zum Kegelklub, vom Frauenchor bis zum Karateklub. Dazu kam noch die Feuerwehr, die mit Raclette, Käseteller, Brettljause und dgl. für das leibliche Wohl sorgte, und die Riedler Gilde, die für Logistik zuständig war.

“Es hätten sich noch mehr Vereine interessiert, aber wir konnten aus Platzgründen leider nicht mehr berücksichtigen”, bedauert Rhomberg. Bewährt hat sich die Reduzierung des Festgeländes; “Im Vorjahr hat sich gezeigt, dass das Gelände zu weitläufig ausgelegt war. Wir haben deshalb heuer auf den Park beim Vereinshaus verzichtet und stattdessen die Stände vor der Säge, der Hofsteigstraße und dem kleinen Parkplatz gegenüber der Säge konzentriert. Die Einnahmen flossen in einen gemeinsamen Topf, aus dem die Vereinskassen Zuschüsse bekamen.”

Auf dieser Basis werde auch das dörfliche Zusammenleben gestärkt, so der Gemeindechef, der zufrieden registrierte, dass die Initiative auch seitens der zahlreichen Besucher honoriert wurde. Bei Kaiserwetter war es dann auch nicht verwunderlich, dass die vorgesehene Sperrstunde – weil es so gemütlich war – verlängert wurde.
Bewährte und neue Winzer
Bei der Auswahl der Winzer konnte Walter Pfanner im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen schöpfen: “Fast 150 Winzer sind Geschäftspartner von Pfanner, insgesamt haben diese mehr als 1200 Weine im Sortiment”, so der Wein-Experte. “Wir haben versucht, daraus wieder eine gute Mischung verschiedenster Spitzenwinzer nach Lauterach zu holen, ein Teil davon war schon im Vorjahr hier, einige waren neu hier – und ich habe versucht, dabei auch mehrere Winzerinnen zu holen, denn Wein ist längst keine Männerdomäne mehr.”

Auch hinsichtlich Regionen war Walter Pfanner um Vielfalt bemüht: “Vom Weingut Kress am Bodensee bis zum Weingut Iro am Neusiedlersee – 2014, 2022 und 2023 zum Burgenländer Weingut des Jahres gekürt – waren einige interessante Regionen vertreten: Südsteiermark, Carnuntum, Kremstal und das Weinviertel. Von dort kam auch der alkoholfreie Wein vom Weingut Hagn.” Ganz bewusst, denn “alkoholfreier Wein ist zwar nicht jedermanns Sache, aber er hat seine Berechtigung und findet zunehmend Anklang”, bricht Walter Pfanner eine Lanze für den “Zero”.

Auch Musik vom Feinsten
Zu den ausgesuchten Weinen gab es zwar keine klassische Schrammel-Musik, das Kaufmann-Trio Dietmar, Peter und Kurt bot mit Akkordeon, Gitarre und Kontrabass in bewährter Weise unplugged “Natur Pur” beste Unterhaltung, die zur weinseligen Stimmung beitrug. STP
















