Hörbranzer Fronleichnamsschützen: „Beeindruckend, wie alle mitmachen“

Alte Tradition bei Wetterglück mit einer Premiere vielen Ehrensalven und Auszeichnungen.
Hörbranz Das Fronleichnamsfest mit der über 80 Mann starken „Schützen-Bruderschaft“ und dem Musikverein in prachtvollen Trachten präsentierte sich neuerlich als glanzvoller Höhepunkt für Jung und Alt. Im Zentrum des Brauches steht die jahrhundertealte Pflicht der festlichen Ausrückungen rund um ein Gelübde, um “Üsa Herrgottstag” würdevoll zwischen religiösen und weltlichen Komponenten zu begehen. Antreten hieß es für den Festzug bereits zur Feldmesse um 6 Uhr. Der Fleiß am Donnerstag begann früher: Ein Dutzend Freiwillige fand sich um 03.30 Uhr zur Tagwache ein, um kunstvolle Blumenteppiche unter anderem vor der Pfarrkirche zu gestalten. Eine Premiere feierte Pfarrer Romeo Pal, der das Ritual erstmals als Seelsorger erlebte: „Beeindruckend, wie alle zu Fronleichnam als große Gemeinschaft mitmachen.“

Doppelrolle
Besonders publikumswirksam gestaltete sich der Nachmittag mit der Vesper, dem anschließenden Karree und dem Platzkonzert samt Aufmarsch der Berittenen (Artillerie). Im Rahmen des Zeremoniells wurden treue Mitglieder ausgezeichnet und mit einer Ehrensalve bedacht. Für 15 Jahre: Wolfgang Schön (Grenadier) und Alesandro Nussbaumer (Tambour), die Musikanten Mathias Gadner und Moritz Sigg, Vormeister Mathias Lechner sowie die Schützen Laurenz Sprattler und Klaus Wurzer. Seit 25 Jahren dabei: Grenadier-Oberleutnant Tobias Kienreich und Schütze Andreas Kresser in seiner Doppelrolle als Ausrückender und Bürgermeister. Einen lautstarken Ehrensalut gab es für die Geistlichkeit mit Pfarrer Pal und dem gebürtigen Hörbranzer Priester Fabian Jochum. „Zu diesem Unikum im Jahreskreis kehre ich immer wieder gerne in meine Heimat zurück“, so der Feldkircher Noch-Dompfarrer.
Ausbildung bewährt

Über den protokollarischen Ablauf freuten sich auch Vizebürgermeister Stefan Fischnaller, Gemeinderat Gerhard Achberger, Musikvorstand Bernhard Sigg sowie der Lochauer Musik-Ehrenvorstand und Altlandesobmann Wolfram Baldauf. Oberleutnant Emil King zeigte sich zufrieden mit der Präzision der Ehrensalven: „Ausbildung und Proben haben sich bewährt.“ Viel Applaus gab es, als Hauptmann Christoph Hagen gegen 15.30 Uhr das Schlusskommando zum Abmarsch auf den vom AC Hörbranz bewirteten Festplatz gab. Der Musikverein hielt sein Konzert noch im Freien, ehe die Gäste wegen Regens in den Leiblachtalsaal wechselten. MST






















