Historischer Kantersieg

Ludesch feiert gegen Nenzing den ersten Derbysieg und gewinnt klar mit 5:0.
Ludesch Der zehnte Anlauf brachte endlich die ersehnte Premiere. Vor 350 Zuschauern auf dem Sportplatz Allmein feierte der SV Ludesch im Walgauderby gegen den FC Nenzing mit einem souveränen 5:0 (3:0)-Erfolg den ersten Derbysieg gegen den ewigen Rivalen aus dieser Region. In den neun bisherigen Duellen hatte es fünf Unentschieden und vier Siege für Nenzing gegeben. Dieses Mal ließen die Gastgeber jedoch keinen Zweifel daran, wer das Geschehen bestimmte.
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Von Beginn an präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Klaus Stocker hellwach und spielfreudig. Bereits in der 18. Minute brachte Adem Kum die Hausherren mit einem Schlenzer aus rund 16 Metern in Führung. Nur neun Minuten später legte der Torjäger per Foulelfmeter nach und verwandelte souverän ins linke Kreuzeck zum 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte ausgerechnet Ex-Nenzinger Karahan Kandemir für die Vorentscheidung. Nach einer Flanke setzte er sich im Strafraum durch und köpfte wuchtig zum 3:0-Pausenstand ein.


Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ludesch die bessere Mannschaft. Erneut war es Kum, der seine herausragende Form unter Beweis stellte. Besonders sehenswert fiel sein dritter Treffer des Tages aus. Mit einem Absatzkick aus kurzer Distanz ließ er Nenzing-Schlussmann Andre Breitfuß keine Chance und stellte in der 64. Minute auf 4:0. Den Schlusspunkt setzte der 33-jährige Linksfuß in der Nachspielzeit, als er den Ball nur noch über die Linie drücken musste und damit seinen Viererpack perfekt machte.


Mit nunmehr 20 Saisontreffern verbesserte sich Kum auf Rang zwei der Torschützenliste der Eliteliga und bestätigte einmal mehr seinen Status als Lebensversicherung der Ludescher. Der erfahrene Angreifer war erneut der entscheidende Mann auf dem Platz und führte sein Team praktisch im Alleingang zum Derbytriumph.


Neben dem vierfachen Torschützen überzeugte auch Atilla Özcan. Der Spielmacher zog im Mittelfeld die Fäden und war neben Viererpack-Kum der auffälligste Akteur der Partie. Für zusätzliche positive Nachrichten sorgt die Rückkehr von Richard Metzler. Die Galionsfigur des Vereins kehrt nach nur einem Jahr schöpferischer Pause wieder zu seinem Stammklub zurück.


Für Ludesch war es bereits der dritte Sieg in Folge. Die Stocker-Elf verbesserte sich auf Rang acht der Tabelle und darf auf einen perfekten Saisonabschluss hoffen. Nach einer starken Hinrunde hatte man zwischenzeitlich sogar vom Aufstieg in die Westliga träumen dürfen, ehe zahlreiche personelle Ausfälle die Ambitionen bremsten.


Der FC Nenzing hingegen blieb auch im sechsten Spiel hintereinander ohne Erfolg. Die Gäste mussten auf mehrere Leistungsträger verzichten, darunter Semih Yasar, Esref Demircan und Marko Jovic. Ohne das Trio fanden die Oberländer nie ins Spiel und konnten dem Derby keine entscheidende Wende geben. Stattdessen kassierten sie die höchste Niederlage in einem Walgauderby und bleiben mit 25 Punkten auf dem vorletzten Rang der Eliteliga. VN-TK







