Warum in den Schaufenstern plötzlich Diskokugeln in Martinigläsern stehen

VN / 08.06.2026 • 16:07 Uhr
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Freuen sich schon auf die White Night und die White Weeks (v. l.): Leiterin des Stadtmarketings Natascha Arzberger, Filialleiterin von Triumph Irmgard Schanung, Mitarbeiterin Sandra Kessler und Leiterin der Stadtapotheke sowie WIGE-Vorständin Michaela Cifci. Bilder: VN/JUN

Die White Night rückt näher: In den Schaufenstern tauchen derzeit überall Diskokugeln auf. Dahinter steckt eine Aktion, an der sich mehr als 30 Betriebe beteiligen.

Bludenz Mehr als 30 Betriebe beteiligen sich heuer an der White Night in der Rathausgasse in Bludenz. Die Veranstaltung findet am 19. Juni um 17.30 Uhr bereits zum dritten Mal statt. Erstmals ist auch das Stadtmarketing Teil des Organisationskomitees, bestehend aus Joachim Ganahl (Enoteca), Mario Kurzamann (Dörflinger), Michael Tscholl (d’Eisprinza) und Michaela Cifci (Stadtapotheke, Vorständin der WIGE Bludenz).

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Weiße Blumen gibt es bei Jackis Blumen zu kaufen.
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Im Schaufenster hängen die funkelnden Diskokugeln sowie das Plakat zu den White Weeks und der White Night.

Die ersten beiden Events organisierte Joachim Ganahl allein, erhielt dabei jedoch anfangs viel Unterstützung. Da er heuer aufgrund einer Operation nicht die gesamte Organisation übernehmen kann, springt das Stadtmarketing ein und will die White Night “auf ein anderes Level” bringen. Es gibt viel zu tun und jeder hat seine Aufgabe. Eine solche Veranstaltung zu organisieren, sei unheimlich aufwendig, sagt Natascha Arzberger, Leiterin des Stadtmarketings.

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Auch das leer stehende Tschofen bekam ein passend dekoriertes Schaufenster.

Großes Engagement

Die Dekoration in den Schaufenstern ist aufeinander abgestimmt. Der rote Faden ist eine Diskokugel in einem Martiniglas. “Das Engagement der Handelsbetriebe geht weit über das hinaus, was wir ausgeschrieben haben”, lobt Natascha Arzberger. Bei diesem Event zeige sich, “wie stark wir als Gemeinschaft sind”, so Michaela Cifci.

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Jacqueline Woduschegg hat ein Händchen für Dekoration.
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Die Stempelkarten liegen vor dem Laden aus.

In der gesamten Innenstadt finden sich Diskokugeln in den Schaufenstern. Selbst Modeketten wie Tom Tailor und Triumph machen mit. Die sogenannten White Weeks haben am Montag, 8. Juni, begonnen und dauern bis 28. Juni. Wer in dieser Zeit in einem Geschäft einkauft, erhält pro Einkauf einen Stempel. Wer sechs Stempel gesammelt hat, nimmt an einem Gewinnspiel teil. Die Verlosung findet bei der White Night statt. Die Gewinner müssen vor Ort sein, um ihren Preis entgegenzunehmen. Zu gewinnen gibt es jeweils für zwei Personen einen Helikopterflug, ein Wochenende im Hotel Taube in Schruns oder einen Wellnesstag im Val Blu.

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Lisa von der Stadtapotheke wirbt ebenfalls für die White Night.

Bei der White Night legt ein DJ beim Tschofen auf, ein weiterer im Katzenwinkel. Damit ausgelassen gefeiert werden kann, wird an diesem Abend die Herrengasse für den Verkehr gesperrt. Die Umleitungsschilder werden in der Nacht noch von den teilnehmenden Betrieben wieder eingesammelt. Jeder hilft mit.

In der Rathausgasse sorgen die Gastronomiebetriebe Burger Bar, d’Eisprinza, das Dörflinger, Mabuhay, die Enoteca und der Weinpunkt für das leibliche Wohl. Da die Bar Herr Muk zu dieser Zeit Urlaub hat, bietet stattdessen das Lieblingscafé Cocktails an. Die Brauerei Fohrenburg stellt kostenlos Bierbänke und Tische zur Verfügung. “Das ist eine extreme Erleichterung für uns”, freut sich Arzberger.

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Auch beim Wäschehersteller Triumph gibt es dieser Tage vermehrt weiße Unterwäsche.

“Man muss nicht alles so hinnehmen”

Sie versteht die White Night auch als Gelegenheit für Unternehmer, sich bei ihren Mitarbeitenden zu bedanken und ihnen einen Drink zu spendieren. “Die White Night haben wir vom Konzept her beibehalten und lediglich bis zum Katzenwinkel erweitert”, sagt Arzberger, die an “die Kraft dieser Aktion” glaubt. “Das Angebot der Unternehmer zieht dich in die Stadt hinein.” Zusätzliche Veranstaltungen würden weitere Besucher in die Innenstadt locken. “Man muss nicht alles so hinnehmen”, sagt Natascha Arzberger mit Blick auf den Onlinehandel. Man müsse Akzente setzen und gemeinsame Aktionen starten.

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Alles in Weiß: Jeder Betrieb kann seine Schaufenster individuell gestalten.
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Silbernes Lametta bekam Irmgard Schanung von ihrem Arbeitgeber gestellt.

Irmgard Schanung, Filialleiterin von Triumph, freut sich, dass ihr Arbeitgeber ebenfalls bei den White Weeks mitmacht. “Die Gebietsleitung war zu Besuch.” Schanung habe ihr von der Veranstaltung berichtet und so sei alles “ins Rollen gekommen”. Im Schaufenster hängt silbernes Lametta, die Diskokugeln hat sie selbst gekauft. Schanung erhielt sogar eigens weiße Arbeitskleidung von ihrem Arbeitgeber. “Das ist eine Firma, die dich unterstützt”, sagt sie.