In Dornbirn zeigte sich: Sport kennt keine Grenzen

Die fünften School Games begeisterten Kinder aus ganz Vorarlberg.
Dornbirn Es ist kurz nach 10 Uhr im Dornbirner Olympiazentrum. Aus den Lautsprechern dröhnt “Get Lucky”. Der Titel könnte an diesem Vormittag kaum besser passen. Wo man auch hinsieht, wird gelacht und angefeuert. An den verschiedenen Sportstationen geben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles – die fünften School Games sind in vollem Gange.

Begonnen hatte der Sporttag bereits eine Stunde zuvor. Mit dem feierlichen Einmarsch der “Delegationen” erfolgte um 9 Uhr der Startschuss für die fünften School Games. Neun Schulen aus ganz Vorarlberg waren nach Dornbirn gekommen, um gemeinsam einen Tag voller Sport und Begegnungen zu erleben. Insgesamt 120 Schülerinnen und Schüler mit körperlichen oder mentalen Beeinträchtigungen nahmen heuer an der Veranstaltung teil. Organisiert wurden die School Games vom Vorarlberger Behindertensportverband rund um Landesmanagerin Birgit Schellander gemeinsam mit den Bewegungs- und Informationscoaches (BIC) Jürgen Egle, Christa Grabher und Rafaela Nascimento-Steininger.

Ausgelassene Stimmung
Die Begeisterung war vom ersten Moment an spürbar, als die Gruppen mit ihren Schildern in die Halle einzogen. Fast ein wenig Olympia- oder – passend und aktuell – Weltmeisterschaftsstimmung lag in der Luft. Anders als bei vielen Wettkämpfen ging es bei den School Games jedoch nicht in erster Linie um Medaillen oder Bestzeiten. Im Mittelpunkt standen Teilhabe, Bewegung und das gemeinsame Erlebnis.

An den verschiedenen Stationen herrschte den ganzen Vormittag reger Betrieb. Boccia, Fußball, Tischtennis, Polybat, Rollstuhlparcours und Buddy-Run sorgten für abwechslungsreiche Herausforderungen. Besonders beliebt waren heuer die Tischtennisbewerbe. Allein beim Boccia traten rund 60 Kinder an. “Wir freuen uns sehr, wie gut das Event bei den Kindern und Lehrpersonen ankommt”, erklärte Birgit Schellander.

Einer unter vielen Begeisterten war Marco von der Volksschule Lauterach Unterfeld. Bereits im vergangenen Jahr stand er bei den School Games auf dem Podest und holte den zweiten Platz im Tischtennis. Diesmal hatte er ein klares Ziel. “Ich möchte unbedingt Erster werden. Ich finde das Event einfach super”, sagte der junge Sportler mit einem breiten Lächeln.

Für Stimmung sorgte auch das School-Games-Maskottchen, das unermüdlich in der Halle und rund um die Fußballbox unterwegs war, abklatschte und die Kinder anfeuerte. Hinter dem Kostüm steckten abwechselnd die drei Sportgymnasium-Schüler Leo Müller, Theodor Rhomberg und Christoph Mathis. “Der Anzug ist schon ziemlich warm, deshalb wechseln wir uns zu dritt ab”, erzählte Leo. Und die Anstrengung lohnte sich allemal, wenn man die strahlenden Gesichter der Kinder sah. Insgesamt waren auch dieses Jahr rund 20 Schülerinnen und Schüler vom Dornbirner Sportgymnasium als Helfer im Einsatz.

Ein weiteres Highlight bot die Handballstation. Die HC-Hard-Spieler Matthias Hild und Nico Sager nahmen sich Zeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zeigten Tricks und gaben Einblicke in ihren Sport.
Bis zum Nachmittag wurde gespielt, gelacht und gemeinsam gejubelt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen Sponsoren sowie vom Olympiazentrum Dornbirn, das erneut ideale Rahmenbedingungen bot. Zum Abschluss erhielt jedes Kind ein Goodie-Bag mit Produkten Vorarlberger Unternehmen. “Wir danken allen Unterstützern, die wieder dafür sorgten, dass wir eine so tolle Veranstaltung über die Bühne bringen konnten”, so Birgit Schellander. cth











