Nach dem Konkurs: So geht es mit dem Adler auf der Fluh weiter

Das Traditionsgasthaus steht derzeit ohne Wirt da. Felix Sieber von der Pächtergesellschaft ist dennoch zuversichtlich.
Bregenz Für 2027 war eigentlich bereits eine Jubiläumsfeier zum 300-jährigen Bestehen des Gasthauses Adler auf der Fluh geplant. Nun muss sich Felix Sieber (29) von der Pächtergesellschaft Fluhture erneut auf die Suche nach einem Wirt machen. Nach dem Konkurs von René Wörz (27) steht der Restaurantbetrieb vorerst still.
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Ende Mai verabschiedete sich das Wirtepaar in den sozialen Medien von seinen Gästen: „Wir möchten uns bei euch allen von ganzem Herzen für eure Treue, eure Unterstützung und die vielen unvergesslichen gemeinsamen Momente bedanken. Ihr habt die Zeit auf der Fluh für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht.“ Vor wenigen Tagen wurde das Konkursverfahren eröffnet.

Felix Sieber, der hauptberuflich Landwirt ist, hat das Traditionsgasthaus seit 1. Juli 2024 von der Stadt gepachtet. Seither gab es schon mehrere Wechsel. Bis Ende Jänner 2025 wirtete Diethelm Simma im Adler. Anschließend übernahm Manuel Pinheiro-Karg vom inzwischen ebenfalls insolventen Gasthaus Stollen die Betriebsleitung. Carmen Siegele und René Wörz kümmerten sich in dieser Zeit um die operative Führung. Nach einem knappen halben Jahr führten sie den Betrieb schließlich in Eigenregie weiter.

„Schade, dass es nicht geklappt hat“, bedauert Sieber. Er habe rund eine Woche vor der Schließung erfahren, dass es wahrscheinlich auf eine Insolvenz hinauslaufe, schildert er. „Sie haben dem Adler dann noch einmal eine Chance gegeben, aber es ist sich nicht mehr ausgegangen.“

Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits angelaufen. „Fünf Interessenten haben sich schon bei mir gemeldet. Es haben auch schon Besichtigungen stattgefunden“, berichtet der 29-Jährige. Auch mehrere Fluher hätten ihre Unterstützung zugesagt. „Die Stadt unterstützt mich ebenfalls sehr. Ich bin für jedes Konzept offen. Wenn jemand eine gute Idee hat, kann er sich gerne bei mir melden.“

Apropos: Nicht nur im Gasthaus kommt es zu Veränderungen. Auch die Pläne für einen Coworking-Bereich im ersten und zweiten Stock sind inzwischen Geschichte. „Das hat überhaupt nicht funktioniert“, sagt Felix Sieber. Stattdessen werden die 14 Zimmer nun langfristig vermietet.

Wie es mit dem Gasthaus weitergeht, ist noch offen. Warum sich die Wirte im Adler seit Jahren schwertun, kann sich Sieber selbst nicht erklären. Ans Aufgeben denkt der Unternehmer dennoch nicht. „Es braucht auf jeden Fall ein Gasthaus auf der Fluh. Die Fluh hilft gut zusammen, damit uns das Gasthaus erhalten bleibt“, unterstreicht er.